Brand in Lkw-Werkstatt
Flammen-Drama in Jena: „Inferno“ entpuppt sich als Inszenierung

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Feuerwehr-Großalarm: Eine Lkw-Werkstatt in Jena stand in Flammen – doch am Ende war alles nur eine Übung.
Jena. Sirenen, Blaulicht, dichter Qualm: Am Mittwochabend bot sich Passanten in Jena‑Maua ein Bild wie aus einem Katastrophenfilm.
Eine Lkw‑Werkstatt schien lichterloh zu brennen, Menschen galten als vermisst, Verletzte lagen im Außenbereich.
Was niemand wusste: Die gesamte Szenerie war eine unangekündigte Übung der Freiwilligen Feuerwehren Göschwitz, Lobeda und Leutra – unterstützt vom DRK‑Sanitätszug.
Im Inneren der Halle spielten sich hochintensive Szenen ab. Die Feuerwehrleute mussten sich unter Nullsicht durch verrauchte Räume kämpfen, mehrere „Verletzte“ retten und gleichzeitig einen eingespielten Atemschutznotfall bewältigen.
Ein Trupp simulierte einen verunglückten Kameraden, der unter Zeitdruck aus dem Gefahrenbereich gezogen werden musste – ein Szenario, das selbst erfahrene Kräfte fordert.
39 Einsatzkräfte rückten an, zwei Tanklöschfahrzeuge, Drehleiter, Löschgruppenfahrzeug und mehrere Rettungswagen waren im Einsatz.
Neun Minuten nach Alarmierung trafen die ersten Kräfte ein, nach rund 30 Minuten wurde die erste Person an den Rettungsdienst übergeben. Nach gut 75 Minuten war das Übungsszenario abgearbeitet.
Im Fokus standen die Menschenrettung unter Atemschutz, das taktische Vorgehen in unbekannten Gebäuden und die Kommunikation zwischen Feuerwehr und Rettungsdienst.
Auf einer gemeinsamen Patientenablage wurden alle geretteten Personen gesammelt und medizinisch erstversorgt.
Die Stadt Jena dankt der ABZ‑Nutzfahrzeuge GmbH für das realistische Übungsobjekt.
Text: Jana Baumgarten
Fotos: Ben Baumgarten/JENPICTURES


















