wegen mehrerer Straftaten
Vor dem Derby: Razzia bei Jena-Fans

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Vor dem Derby: Große Razzia gegen die Fanszene des FC Carl Zeiss Jena wegen mehrerer Straftaten.
Jena. Kurz vor dem brisanten Derby hat die Kriminalpolizei Jena am Dienstag mit einer groß angelegten Razzia in der Fanszene des FC Carl Zeiss Jena zugeschlagen.
Im Visier stand eine Gruppe von 20 Tatverdächtigen, die laut Polizei seit Monaten mit einer Serie teils gefährlicher Straftaten aufgefallen sein soll.
In Jena, Kahla, Saalfeld und Gera wurden insgesamt 47 Objekte durchsucht.
Die Liste der Vorwürfe ist lang: Landfriedensbruch, Nötigung im Straßenverkehr, Raub – und immer wieder großflächige Graffiti mit Bezug zum FC Carl Zeiss Jena.
Mehrere Beschuldigte sollen Züge besprüht und dabei äußerst rücksichtslos gehandelt haben.
In zwei Fällen sollen sie sogar mit Fahrgästen besetzte Züge per Notbremse zum Halt gezwungen haben, um anschließend einen Waggon zu bemalen.
Die Ermittler sprechen von einem „hochgefährlichen Eingriff“, der nur knapp ohne Verletzte geblieben sei.
Die Polizei ordnet die Taten dem Umfeld rivalisierender Fangruppen zu – ein Konflikt, der sich offenbar zunehmend radikalisiert.
Am Freitag unterstrich die Polizei die Schwere der Vorwürfe. Das Vorgehen habe „den Rechtsfrieden und die öffentliche Sicherheit teilweise erheblich gestört“.
Vor allem die Nötigung im Straßenverkehr habe unbeteiligte Menschen bewusst in Gefahr gebracht.
Die Kripo wertet nun umfangreiche Beweismittel aus. Weitere Maßnahmen seien nicht ausgeschlossen.


















