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Stadtrat setzt Zeichen

Jena greift durch: Kampf gegen illegale Graffiti gestartet

Illegale Graffiti und Schmierereien beschäftigen Bürgerinnen und Bürger ebenso wie die Stadtverwaltung seit geraumer Zeit.
Illegale Graffiti und Schmierereien beschäftigen Bürgerinnen und Bürger ebenso wie die Stadtverwaltung seit geraumer Zeit.
Foto: Baumgarten/JENPICTURES/Archiv
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Prävention und klare Regeln: Stadtrat beschließt für Jena umfassendes Anti-Graffiti-Konzept.

Jena. Mit deutlicher Mehrheit hat der Jenaer Stadtrat ein neues Maßnahmenpaket verabschiedet, das den Umgang mit illegalen Tags und Schmierereien grundlegend neu ordnen soll.

Der Beschluss am gestrigen Mittwoch schafft erstmals ein stadtweites, abgestimmtes Konzept, das Prävention, Verfolgung und Unterstützung miteinander verzahnt.


Bürgermeister Benjamin Koppe betonte, dass die zunehmende Zahl illegaler Graffiti das Sicherheitsgefühl vieler Menschen beeinträchtige.

Das neue Konzept setze deshalb auf ein Zusammenspiel aus schnellerer Reinigung, engerer Zusammenarbeit mit Polizei und Justiz sowie dem Ausbau legaler künstlerischer Angebote.

Ziel sei es, Schäden zu reduzieren und gleichzeitig kreative Ausdrucksformen zu stärken.


Das 6‑Säulen-Modell

Das Konzept umfasst sechs Bereiche:

  • Prävention — Projekte in Schulen und Jugendzentren

  • Repression — konsequentere Verfolgung strafbarer Graffiti

  • Bereinigung — schnellere und priorisierte Entfernung

  • Förderung privater Haushalte — perspektivisch finanzielle Unterstützung

  • Monitoring und Workflow — strukturierte Bearbeitung über den Mängelmelder

  • StreetArt-Fokus — Ausbau legaler Flächen und künstlerischer Projekte

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Die Stadt betont, dass isolierte Einzelmaßnahmen nicht ausreichen – nur das Zusammenspiel aller Bausteine könne langfristig Wirkung entfalten.

Meldungen ab sofort möglich

Bürgerinnen und Bürger können illegale Graffiti ab sofort über den städtischen Mängelmelder melden. Eine neue Kategorie „Graffiti“ erleichtert die Zuordnung.


Besonders wichtig seien Hinweise zu frischen oder strafbaren Inhalten, die bevorzugt bearbeitet werden.

Unterstützung für Eigentümer geplant

Finanzielle Hilfen für private Eigentümer sind vorgesehen, aber noch nicht verfügbar. Auch eine zentrale Informationsseite zu Meldewegen, Entfernungsmethoden und Schutzmaßnahmen befindet sich im Aufbau. 

„Illegale Sachbeschädigung ist kein Zustand, den wir akzeptieren“: Koppe unterstrich, dass Betroffene künftig besser unterstützt werden sollen.


Neben klaren Sanktionen setze die Stadt bewusst auf Prävention und legale Alternativen, um junge Menschen einzubinden und öffentliche Räume aufzuwerten.

Quelle: Stadt Jena

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