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Über 500 Freiwillige

SaalePUTZ in Jena: So viele Helfer wie nie und weniger Müll

Mit voller Familienpower: Sebastian Schreiber und seine Kinder Nuria (11) und Jordi (8) waren erstmals beim SaalePUTZ dabei.
Mit voller Familienpower: Sebastian Schreiber und seine Kinder Nuria (11) und Jordi (8) waren erstmals beim SaalePUTZ dabei.
Foto: Ben Baumgarten/JENPICTURES
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Rekordputz an der Saale in Jena: So viele Helfer wie nie – und weniger Müll.

Jena. Mit einer Rekordbeteiligung ist am Samstag der SaalePUTZ 2026 in Jena über die Bühne gegangen.

Mehr als 500 Freiwillige rückten entlang der Saale aus, um die Uferbereiche von Müll zu befreien – so viele wie noch nie in der 19‑jährigen Geschichte der Aktion.


Rund 450 Teilnehmende hatten sich im Vorfeld angemeldet, zahlreiche weitere stießen spontan dazu.

Punkt 10 Uhr fiel am Gries der Startschuss. Ausgestattet mit Eimern, Handschuhen und guter Laune trotz frischer Temperaturen machten sich die Helferinnen und Helfer auf den Weg.

Bereits in den frühen Morgenstunden waren Teams von Saalestrand Kanu und der DLRG‑Ortsgruppe Jena mit Schlauchbooten unterwegs, um Müll direkt aus dem Wasser zu bergen.


Mit ungewöhnlicher Unterstützung: Die DLRG war zusammen mit dem pinkfarbenen Flamingo „Großherzog von Stauffenberg“ auf der Saale unterwegs.

Parallel sammelten Gruppen zwischen Maua und Kunitz sowie an weiteren Stellen im Stadtgebiet Abfälle ein.

Besonders ins Auge fiel erneut die große Menge an Zigarettenstummeln: Zwischen der Camsdorfer Brücke und der Brücke am Gries kamen nach ersten Schätzungen mehr als 7.000 Stück zusammen.


„Die große Resonanz zeigt, dass das Umweltbewusstsein der Menschen immer stärker wird“, sagte Mitorganisatorin Kati Fröhlich.

Ein Publikumsmagnet war die neue Mitmach‑Aktion „Tatort Saale – Die Wasser‑Detektive“.


Niklas Michalski und Dr. Babaunde Agbaogun (r.) von der Uni Jena entnehmen mit dem neunjährigen Arthur eine Wasserprobe aus der Saale.

In Kooperation mit Nucleus Jena und dem Thüringer Wasser‑Innovationscluster der Friedrich‑Schiller‑Universität konnten Interessierte Wasserproben nehmen, untersuchen und Fundstücke analysieren.

Das Angebot bot spannende Einblicke in die Gewässerqualität und zog viele Neugierige an.


Trotz der Rekordzahl an Teilnehmenden fiel die Menge des gesammelten Mülls geringer aus als in den Vorjahren – ein Trend, den die Organisatoren als positives Signal für ein wachsendes Umweltbewusstsein in der Stadt werten.

Der SaalePUTZ wird jährlich von zahlreichen Initiativen, Vereinen und Ehrenamtlichen getragen. Koordiniert wird die Aktion von der Bürgerstiftung Jena Saale‑Holzland, dem Kommunalservice Jena, der Stadt Jena und weiteren Partnern.

Text: Jana Baumgarten
Fotos: Ben Baumgarten/JENPICTURES

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