81. Jahrestag
Schutt und Asche: Gedenken an Bombenangriffe auf Jena

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Gedenken an Bombardierung: Heute vor 81 Jahren wurde Jenas Zentrum in Schutt und Asche gelegt.
Jena. Im Zentrum von Jena fand am heutigen Donnerstagmittag eine Gedenkveranstaltung anlässlich des Jahrestages der Bombardierung der Stadt vor 81 Jahren statt.
Am 19. März 1945 warfen US Army Air Forces mehr als 560 Tonnen Sprengmaterial über Jena ab.
Ziel waren die Werkstätten der Optikunternehmen Zeiss und Schott, doch besonders das Stadtzentrum litt unter den Bombardements.
Oberbürgermeister Dr. Thomas Nitzsche (FDP) sprach in seiner Gedenkrede über diesen Tag, der das Gesicht der Stadt von Grund auf veränderte.

Anwesende betrachten historische Bilder, welche die schlimmen Zerstörungen der Stadt zeigen. Foto: Baumgarten/JENPICTURES
Bei diesem schwersten Angriff auf die Stadt wurden Hunderte Gebäude bis auf die Grundmauern zerstört, 236 Menschen aus der Bevölkerung kamen an diesem Tag ums Leben.
Nitzsche berichtete von den bewegenden Erinnerungen der Zeitzeugin Annelies Rehberg an den März 1945. Rehberg war die Tochter eines Jenaer Feuerwehrmanns, der während des Angriffs mit einem der einzigen zwei verbliebenen Löschtransporter im Einsatz war.
Zum Abschluss seiner Rede erinnerte der Oberbürgermeister an die aktuellen gewalttätigen Konflikte in der Ukraine und dem Nahen Osten und mahnte:
„Seien wir dankbar, dass wir heute hier in Frieden leben dürfen. Seien wir solidarisch mit den Menschen, die vor Krieg fliehen müssen und Hilfe brauchen.“
Wegen Sanierungsarbeiten konnte der anschließende Gottesdienst in diesem Jahr nicht wie gewohnt in der Stadtkirche St. Michael stattfinden.
Pfarrer Andreas Simon hielt seine Ansprache deshalb unter freiem Himmel.
Andreas Simon ist der Pfarrer der Stadtkirche Jena. Foto: Baumgarten/JENPICTURES
Simon erklärte, dass viele der Schäden am Dach und Gewölbe des Gebäudes von den damaligen Angriffen herrührten.
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Sie wurden nach dem Krieg nur notdürftig ausgebessert und bedürften nach mehr als 80 Jahren nun einer grundlegenden Sanierung.
Bei der Feier nahmen neben dem Oberbürgermeister auch weitere hochrangige Vertreterinnen und Vertreter von Land und Stadt teil.
Unter anderem waren der Landtagsabgeordnete Jens Thomas (Linke) sowie die beiden Stadtdezernenten Kathleen Lützkendorf (Grüne) und Johannes Schleußner (SPD) unter den Gästen der Gedenkveranstaltung.
Abschließend wurde den Gefallenen mit einem Moment des Schweigens gedacht.
Text: Erik Pöch

















