Auftakt für Digitalfestival

Jena zeigte sich mit digitalem Stadtfest

Thüringens Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee, Dr. Thomas Knoll (Referatsleiter Digitales und Kreativwirtschaft im Thüringer Ministerium), Benjamin Koppe ( Jenas Dezernent für Digitalisierung) im Gespräch mit Prof. Dr. Christian Thiel vom Deutschen Zentrum für Luft und Raumfahrt.
Thüringens Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee, Dr. Thomas Knoll (Referatsleiter Digitales und Kreativwirtschaft im Thüringer Ministerium), Benjamin Koppe ( Jenas Dezernent für Digitalisierung) im Gespräch mit Prof. Dr. Christian Thiel vom Deutschen Zentrum für Luft und Raumfahrt.
Foto: Ben Baumgarten
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Mit einem digitalen Stadtfest gab Jena am Samstag den Auftakt für das 3. Thüringer Digitalfestival. Preisverleihung mit Wirtschaftsminister.

Jena. Das diesjährige Thüringer Digitalfestival, das zwischen dem 25. Juni und 5. Juli insgesamt 16 Einzelveranstaltungen umfasst, startete am Samstag mit einem digitalen Stadtfest auf dem Marktplatz in Jena.

Eine Vielzahl an öffentlichen Institutionen und privaten Unternehmen präsentierten den ganzen Tag viel Wissenswertes rund um Bits und Bytes.


Thüringens Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee machte sich gemeinsam mit Benjamin Koppe, Jenas Dezernent für Digitalisierung bei einem Rundgang selbst ein Bild, wie die Digitalisierung schon unseren Alltag prägt und was möglicherweise die Zukunft prägen könnte.

„Die Digitalisierung bringt für alle Bürgerinnen und Bürger im privaten wie im beruflichen Leben viele Chancen mit sich, sie muss aber auch verständlich und nachvollziehbar sein“, so Tiefensee auf der Marktbühne.


Koppe zeigte sich stolz, dass Jena für den Auftakt des Digitalfestivals ausgewählt worden ist. Er sieht es als Anerkennung und als ein deutliches Zeichen, dass man die Saalestadt als Modellkommune in puncto Digitalisierung wahrnimmt. Großprojekte wie „Smart City“ und „5G-Verkehrsvernetzung“ sprechen da eine deutliche Sprache.

"Egal ob Homeoffice, Online-Banking, Routenplanung – Digitalisierung ist schon jetzt ein wichtiger Bestandteil unseres Lebens. Dabei sind viele überzeugt: Die technischen Entwicklungen und digitalen Angebote erleichtern unseren Alltag und unser Berufsleben.


Gleichwohl ist die Digitalisierung für viele ein abstrakter Begriff und kann die Sorge auslösen, mit dem Wandel nicht Schritt halten zu können. Genau hier setzt der heutige Tag auch an.", so der Dezernent Koppe.

Thüringer Digital- und Open-Source-Preis 2022 vergeben.

Bewerben konnten sich Unternehmen und Institutionen mit Sitz in Thüringen. Minister Tiefensee verlieh den mit jeweils 5.000 Euro dotierten Preis in drei Kategorien: 


In der Kategorie „Digitale Produkte & Services“ geht der Preis an die Infralytica GmbH aus Weimar. Sie erstellt digitale Kopien von Gebäuden, Brücken und anderen Bauwerken, um diese besser überwachen und instandhalten zu können.

Den Preis in der Kategorie „Open-Source-Lösungen“ gewann das Institut für Regenerative Energietechnik der Hochschule Nordhausen. Die nordthüringer Forscher haben ein Energiesystemmodell entwickelt, das unter anderem Verbräuche und den CO₂-Ausstoß analysieren und so seinen Beitrag auf dem Weg zur Dekarbonisierung der Wirtschaft leisten soll.


Die E-Terry UG aus Erfurt holt den Preis in der Kategorie „Digitaler Wandel und Nachhaltigkeit“. Das Unternehmen hat ein Feldrobotiksystem entworfen, das die Pflege von Feldflächen in der ökologischen Landwirtschaft vereinfachen soll und Aufgaben wie das Hacken von Unkraut, Düngen und Ernten übernimmt.

Überblick unter: https://www.thueringerdigitalfestival.de

Text: Dirk Sauerbrey
Fotos: Ben Baumgarten


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