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Fridays for Future

Globaler Streiktag: Klima-Demo in Jena

Die neuen Corona-Lockerungen machten es möglich, dass am Freitagmittag 50 Aktivist*innen von Fridays for Future mit einem Demozug durch die Jenaer Innenstadt ziehen konnten.
Die neuen Corona-Lockerungen machten es möglich, dass am Freitagmittag 50 Aktivist*innen von Fridays for Future mit einem Demozug durch die Jenaer Innenstadt ziehen konnten. Foto: Ben Baumgarten
Anlässlich des globalen Klimastreiks am Freitagmittag war „Fridays for Future“ in Jena wieder auf der Straße.

Jena. Unter selbstverständlicher Einhaltung der Auflagen, die Maskenpflicht, Abstand von drei Metern, maximal 50 Teilnehmer*innen beinhalteten, zogen unter dem Motto „Fight every Crisis“ der Demonstrationszug mit exakt 47 Leuten mittags durch die Jenaer Innenstadt.

Dabei machten sie darauf aufmerksam, dass die gegenwärtige Corona-Krise nicht die einzige ist und dass die Bewältigung der Klima- und Corona-Krise miteinander verbunden werden muss.

Dazu Jolanthe von der Jenaer Ortsgruppe: „Die Klimakrise ist trotz Corona nicht verschwunden, auch wenn Deutschland vermutlich doch noch seine Klimaziele für 2020 erreicht.



Die dritte Dürre in drei aufeinanderfolgenden Jahren ist in vollem Gange, die ersten Monate des Jahres waren mehrere Grad wärmer als das Mittel der letzten Jahrzehnte und trotzdem geht mit Datteln IV noch ein neues Kohlekraftwerk ans Netz. Darauf wollen wir heute mit dem globalen Streiktag aufmerksam machen.“

Die Durchführung der Demonstration stand bis kurz vorher auf der Kippe. Nur vier Tage zuvor war eine unangemeldete Kundgebung (bei der alle Hygienevorschriften eingehalten wurden) noch gewaltsam von der Polizei aufgelöst worden.


Fotos: Ben Baumgarten/Jenaer Nachrichten

Erst zwei Tage zuvor wurde das absolute Versammlungsverbot aufgrund dessen Verfassungswidrigkeit kurzfristig von der Landesregierung gekippt. Die erfolgreiche Durchführung war deshalb auch ein Zeichen für Versammlungsfreiheit in Thüringen.
Wir zeigen, dass Infektionsschutz und unsere Demonstrationsfreiheit sich nicht gegenseitig ausschließen.

Zur Frage, wie die Krisen miteinander verbunden werden können, fordert Gianna von der Jenaer Ortsgruppe: „Es darf kein ‚Weiter so‘ wie vor der Corona-Krise geben, stattdessen müssen wir den Weg aus der Corona-Krise zu einem Weg in eine sozial gerechte und nachhaltige Zukunft machen.



Die sozial-ökologische Transformation ist die Möglichkeit, die Corona-Krise und deren Folgen zu bekämpfen und um die konkrete Umsetzung  muss sich jetzt Gedanken gemacht werden.“

Mit dieser Forderung schließt sich „Fridays for Future“ vielen anderen Akteur*innen an. Unter anderem forderte bereits eine Vielzahl von Regierungsmitgliedern, Europaabgeordneten, Unternehmen und Gewerkschaften den europäischen Green New Deal als Weg aus der Krise zu nutzen und dabei die Transformation des Energiesystems umzusetzen. Hieran kann sich auch die Stadt Jena ein Vorbild nehmen.

Quelle: Fridays for Future Jena


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