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David gegen Goliath

Jena empfängt Tabellenführer Bayern München

Science City Jena vertraut vor allem gegen den BBL-Spitzenreiter auf die lautstarke und stimmgewaltige Unterstützung des Publikums in der Sparkassen-Arena.
Science City Jena vertraut vor allem gegen den BBL-Spitzenreiter auf die lautstarke und stimmgewaltige Unterstützung des Publikums in der Sparkassen-Arena. Foto: Jürgen Scheere/Archiv

Advent, Advent, die Bayern kommen: Science City Jena empfängt am Sonntagabend Meister und Tabellenführer aus München. Für Kurzentschlossene gibt es noch wenige Restkarten an der Abendkasse.

Jena. Kein anderes Saisonspiel der Jenaer Erstliga-Basketballer dürfte sich eher das Siegel des Duells „David gegen Goliath“ verdient haben. Wenn „BBL-Leichtgewicht“ Science City Jena den deutschen Euroleague-Starter, den amtierenden Deutschen Meister sowie den aktuell ungeschlagenen Tabellenführer der easyCredit BBL empfängt, sind die Rollen vorab klar verteilt.

Die Nummer 1 im Thüringer Freistaat-Basketball empfängt das Team von der Isar am 2. Adventssonntag ab 18.00 Uhr in der Sparkassen-Arena Jena, hat für kurzentschlossene Fans noch ein Restkartenkontingent an Stehplätzen vorrätig.

Bayern noch ohne Niederlage

Neun Siege und noch ohne Niederlage in der deutschen Bel Etage unterwegs, im kontinentalen Wettbewerb der Euroleague mit einer durchaus soliden 4:6-Bilanz die Chance auf den Einzug in die nächste Runde wahrend - die erste Saisonhälfte der Bayern darf ohne Übertreibung als geglückt betrachtet werden.

Während sich Jenas Riesen mit zwei Niederlagen in die zurückliegende Länderspielpause verabschiedet hatten, nach dem letzten Duell in Bamberg ein paar freie Tage zum Durchatmen genießen konnten, geht es in der Schlussetappe des Basketball-Jahres 2018 am Advents-Sonntag gleich wieder in die Vollen.

Rückkehr von Derrick Allen

Glücklicherweise darf mit der Rückkehr von Kapitän Derrick Allen gerechnet werden. Der Routinier hatte nach seinem doppelten Bänderanriss zuletzt in Bamberg und in der zweiwöchigen Auszeit pausiert, wird dank der großartigen Arbeit der medizinischen Abteilung von Science City auflaufen können.



Ganz ungeachtet der personellen Situation im Lazarett von Science City vertrauen Jenas Erstliga-Riesen vor allem gegen den BBL-Spitzenreiter auf die lautstarke und stimmgewaltige Unterstützung des Publikums. Speziell in den schwierigen Phasen, von denen es gegen das bayerische Star-Ensemble wohl mehr als gewünscht geben dürfte, ist der sechste Mann von den Tribünen wichtiger denn je.

Jena muss kämpfen

„Auf David Alaba werden wir aufpassen müssen“, eröffnete Jenas Cheftrainer Björn Harmsen die Pressekonferenz vor dem Duell gegen die Basketball-Bayern mit einem Lacher, um sich danach dem Ernst der bevorstehende Aufgabe zu widmen.

„München stellt in dieser Saison eine Übermannschaft. Das muss man im Vorfeld so klar feststellen. Wir haben sie letztes Jahr zum selben Zeitpunkt im Heimspiel knapp an einer Niederlage gehabt, bevor sie sich zur Deutschen Meisterschaft gekämpft haben. Daraus resultierend wurde mit deutlich mehr Etat ein qualitativ enorm starker wie tiefer Kader zusammengestellt, der sich aus europäischen Topspielern bis hin zu NBA-Akteuren bildet.

Die Qualität, die sich im Münchner Kader bis hin zum Trainerstab versammelt ist Wahnsinn. Sie haben noch kein einziges Spiel in der Liga verloren. Da man nicht beeinflussen kann, wie die Bayern spielen, können wir nur versuchen bestmöglich dagegenzuhalten und das Spiel mit Hilfe des Publikums möglichst lang offen zu halten. Unsere Jungs müssen kämpfen, als Team zusammenzuspielen und dann werden wir sehen, was hinten rauskommt“, so Harmsen.

Text: Tom Prager

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