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Revanche gegen die Falcons

Neujahrsauftakt: Jena empfängt Nürnberg

Science City Jena hofft auf eine volle, lautstark anfeuernde und leidenschaftlich mitgehende Sparkassen-Arena.
Science City Jena hofft auf eine volle, lautstark anfeuernde und leidenschaftlich mitgehende Sparkassen-Arena.
Foto: Jürgen Scheere/Archiv
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Neujahrsauftakt gegen Nürnberg: Science City Jena will am Samstagabend Revanche gegen die Falcons in der Sparkassen-Arena.

Jena. Nachdem das Basketball-Jahr 2020 für Science City durch ein Duell mit den Nürnberg Falcons gegen denselben Kontrahenten eröffnet wird, mit dem das zurückliegenden Jahrzehnt endete, erhoffen sich Jenas Bundesliga-Riesen am Samstagabend ab 19.00 Uhr einen erfolgreicheren Spielausgang als in der Partie am 28. Dezember 2019 am Nürnberger Flughafen.

Vor fünf Tagen erst unterlagen die Saalestädter in ihrer Hinrunden-Begegnung bei den Mittelfranken mit 87:69, wollen sich postwendend für die Niederlage revanchieren. Während das Spiel wie gewohnt über den Online-Anbieter Airtango übertragen wird, bekommen alle Fans vor Ort die Gelegenheit, sich mit Tickets für das prestigeträchtige Ost-Derby am 10 Januar 2020 zu versorgen.

Der Terminplan der BARMER 2. Basketball Bundesliga wollte es so, dass sich die letzte und erste Begegnung über den Jahreswechseln spiegeln und so versprüht die bevorstehende Herausforderung der Kontrahenten dieses Back-to-Back-Duells schon fast so etwas wie Playoff-Flair.

Bevor das tatsächliche ProA-Viertelfinale der Meisterschafts- und Aufstiegsrunde in über drei Monaten starten wird, liegt jedoch noch ein langer Weg der kurzen Schritte vor beiden Clubs.



Nach einer mit elf Siegen sowie fünf Niederlagen primär erfolgreich verlaufenen Hinrunde rangiert Science City hinter Spitzenreiter Chemnitz sowie den Eisbären Bremerhaven konstant auf dem 3. Platz der Liga und darf sich berechtigte Hoffnungen auf den Heimvorteil der Anfang April 2020 startenden Playoffs machen.

Doch die Tabellennachbarschaft schläft nicht. Zum Kreis der direkten Konkurrenten gehören dabei auch die Gäste aus der Lebkuchenstadt, die den Thüringern mit ihrer 10:6-Bilanz im Nacken sitzen.

Der Kader von Cheftrainer Ralph Junge hat bereits in dem mit 87:69 gewonnenen Hinrundenspiel am Nürnberger Airport gezeigt, dass in der ProA keine Geschenke verteilt werden. Mit der breiten Brust dieses Sieges werden die Mittelfranken in der Jenaer Sparkassen-Arena auflaufen und versuchen, ihren Erfolg der Hinrunde zu wiederholen.

Während sich Science City in dieser Partie hauptsächlich selbst im Weg stand, neben 20 Ballverlusten auch hinsichtlich der Trefferquoten bei Freiwürfen und Dreiern den Kürzeren zog, wird es zum Rückrundenauftakt zunächst darauf ankommen, wesentlich besser auf den Ball aufzupassen.

„Nachdem wir im Hinspiel Ende Dezember eine unserer schwächeren Saisonleistungen gezeigt haben, sind die Jungs hochmotiviert, die Niederlage Ende Dezember vergessen zu machen. Wir hatten uns vor dem Duell in Nürnberg viel vorgenommen, konnten davon jedoch nur wenig umsetzen. Uns hat der Rhythmus gefehlt,was man letztendlich an den verheeren Wurfquoten und den deutlich zu vielen Ballverlusten erkennen konnte.



Während Dontay vielleicht zu viel gespielt hat, kamen dann am Ende noch ein paar Abstimmungsschwierigkeiten hinzu. Auf der anderen Seite hat Nürnberg an diesem Abend gute Entscheidungen getroffen und unsere Fehler bestraft. Wir haben dieses Duell in unserer Videobesprechung ausführlich analysiert und ich glaube, dass wir in eigener Halle viele Sachen besser machen werden als im Verlauf des Hinspiels“, sagt Jenas Headcoach Frank Menz vor der Begegnung am Samstagabend.

„In den letzten Tagen konnten wir Dontay zunehmend besser integrieren und auch Joschka Ferners Rückkehr wird unserer Mannschaft helfen und Stabilität geben. Am Ende spielt es keine Rolle, wie knapp das Ergebnis ausfällt, solang wir mit Nürnberg einen direkten Kontrahenten schlagen können. Mit Hilfe der Fans und Zuschauer, die uns schon beim letzten Heimsieg gegen die Artland Dragons lautstark unterstützt und dem Team in schwierigen Phasen geholfen haben, wollen wir mit einem Sieg ins neue Jahr starten. Letztendlich wird es am Samstag darum gehen, mit höchster Intensität, Power und Energie aufzulaufen und mit den Fokus auf die wichtigen Dinge im Spiel zu richten“, so Menz.

Während die Saalestädter in den zurückliegenden vier Begegnungen auf Joschka Ferner verzichten mussten, der Flügelspieler jedoch nun wieder in den Jenaer Spieltageskader zurückkehren kann und auch Neuzugang Dontay Caruthers in den zurückliegenden Trainingseinheiten besser eingebunden wurde, will Science City das neue Jahrzehnt mit einem Erfolgserlebnis eröffnen.

Das dies in einer enorm ausgeglichenen Liga, in der vor wenigen Wochen selbst das damalige Tabellenschlusslicht aus Hagen ein positives Korbverhältnis aufweisen konnte, kein Selbstläufer wird, sollte jedem anwesenden Fan und Zuschauer klar sein. Ebenso klar wie der Fakt, dass die Findungsphase des sich im Sommer 2019 neu formierten Jenaer Teams trotz einer überwiegend erfolgreichen Hinrunde noch geraume Zeit benötigen wird.

Text: Tom Prager