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Kein Sieger im Ost-Klassiker

1:1 gegen Chemnitz: Jena holt ersten Heimpunkt

Großer Jubel: Jenas Neuzugang Jan Löhmannsröben (kam aus Magdeburg) trifft in der 72. Minute zum ersten Heimspieltor in der 3. Liga seit 2012.
Großer Jubel: Jenas Neuzugang Jan Löhmannsröben (kam aus Magdeburg) trifft in der 72. Minute zum ersten Heimspieltor in der 3. Liga seit 2012. Foto: Johannes Böhme

Kein Sieger im Ost-Klassiker: Der FC Carl Zeiss Jena und der Chemnitzer FC haben sich am Samstagnachmittag 1:1 (0:0) getrennt.

Jena. Die Gäste aus Chemnitz hatten in den ersten Minuten gleich eine Serie von vier Eckbällen hintereinander. Nach der vierten traf Florian Hansch aus spitzem Winkel das Außennetz. Die dickeren Chancen in der Anfangsphase allerdings hatte Jena. Davud Tuma schoss, nach toller Vorarbeit von Florian Dietz, aus zehn Meter nur einen der vielen Chemnitzer Verteidiger vor der Torlinie an (8.). Timmy Thiele hatte mit seinem Kopfball auch kein Glück (11.).

Danach spielte sich viel Geschehen zwischen den Strafräumen und vor den ziemlich sicheren Abwehrreihen ab. An eine gefährlich vor das Tor gezogene Tuma-Flanke kam noch ein CFC-Abwehrkopf dran, der zur Ecke klärte (34.). Zur Pause blieb es noch torlos.



Nach der Halbzeit zog der FCC das Tempo weiter an und erarbeitete sich einige Torgelegenheiten. Eine Kopfballmöglichkeit durch Dennis Slamar nach Sucsuz-Ecke ging knapp vorbei (51.), ebenso wie Sucsuz Flachschuss (57.). Auch Rene Eckardt verfehlte per Kopf das Tor nur knapp (58.).

Dann musste Raphael Koczor im FCC-Tor hellwach sein. Florian Hansch hatte sich zwischen Gerlach und Slamar durchgemogelt und steuerte frei auf den Jenaer Keeper zu, der parierte (61.). Etwas später köpfte Okan Aydin eine Lautenecker-Flanke knapp übers FCC-Tor (67.).

Erstes Heimtor der Saison

Ansonsten ist aber die Heimelf am Drücker. Bei einigen hohen FCC-Flanken ist gerade noch ein Gäste-Kopf dran, so in der 71. Minute durch Maurice Trapp. Nach der folgenden Ecke erzielte Jan Löhmannsröben mit abgefälschtem Direktschuss sein erstes Tor für den FC Carl Zeiss zur 1.0-Führung (72.).

Ostderby ohne besondere Vorkommnisse: Laut Polizeiangaben wurden vereinzelte, anlassbezogene Straftaten wegen wegen unerlaubten Entfernens vom Unfallort, Beleidigung, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und ein versuchter Raub durch vermeintliche Heimfans zur Anzeige gebracht, so die Polizei nach dem Spiel.Ostderby ohne besondere Vorkommnisse: Laut Polizeiangaben wurden vereinzelte, anlassbezogene Straftaten wegen wegen unerlaubten Entfernens vom Unfallort, Beleidigung, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und ein versuchter Raub durch vermeintliche Heimfans zur Anzeige gebracht, so die Polizei nach dem Spiel.

Jena spielte weiter nach vorn, um den Deckel drauf zu machen. Erst traf Tuma den Pfosten aus spitzem Winkel, im Nachsetzen versucht es Marius Grösch mit Fernschuss (79.), der knapp vorbeigeht.

Später Ausgleichstreffer der Gäste

Zwei Minuten später gab es das 1:1 durch Daniel Frahn, der nicht im Abseits stand, wie viele Zeiss-Fans es wollten (81.). In der Endphase hielt Kevin Kunz einen Thiele-Ball (85.) und in der Nachspielzeit kratzte der CFC-Torwart noch einen Löhmannsröben-Kopfball aus dem unteren Eck (90.+1.). Es blieb aber beim Remis. Volle Fanblöcke gab es übrigens auf beiden Seiten, die im Stadion friedlich ihre Teams mit Gesängen unterstützten.

Nach dem Auswärtssieg in Halle gab es nun zu Hause zumindest mal den ersten Punkt für Jena. Die Gelegenheit, weitere Punkte zu sammeln, gibt es bei den nächsten Spielen in Lotte (Sonntag, 20.8., 14:00) und beim Heimspiel gegen Großaspach (Samstag, 26.8., 14:00 Uhr).

Trainerstimmen:

Torsten Steffen (CFC): „Es war ein hart umkämpftes Spiel von beiden Seiten. In der zweiten Halbzeit war Jena stärker. Ich bin froh, dass wir nach Rückstand noch den Ausgleich gemacht haben. Meine Mannschaft hat nach den zwei Niederlagen und dem 0:1-Rückstand eine gute Reaktion gezeigt.“

Mark Zimmermann (FCC): „Es war ein intensives Spiel nach dieser schweren englischen Woche. Am Ende gingen beide ein bisschen auf dem Zahnfleisch. Die erste Halbzeit war ziemlich ausgeglichen. Bei uns kam der letzte Pass, die letzte Flanke meist noch nicht an. Mit der Führung im Rücken hätten wir den Sack zu machen müssen. Wenn man das nicht macht, ist der Ausgleich eben dann auch gerecht. Wir haben gut gespielt.“

FCC: Koczor; Cros, Gerlach, Dietz (ab 60. Wolfram), Löhmannsröben, Thiele, Sucsuz (ab 60. Grösch), Eckardt, Bock, Tuma (ab 80. Schau), Slamar

CFC: Kunz; Endres, Reinhardt, Grote (ab 69. Trinks), Aydin, Leutenecker, Koch, Trapp, Frahn (ab 89. Kluft), von Piechkowski, Hansch (ab 79. Slavov)

Torfolge: 1:0 Löhmannsröben (72.), 1:1 Frahn (81.)
Zuschauer: 7.017

Text: Steffen Langbein
Foto: Johannes Böhme

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