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Unter Flutlicht an Tabellenspitze

3:1-Heimsieg: Jena gewinnt DFB-Pokal-Generalprobe

Jenas Sören Eismann gewinnt Zweikampf mit dem Berliner Süleyman Kapan.
Jenas Sören Eismann gewinnt Zweikampf mit dem Berliner Süleyman Kapan. Foto: Michael Baumgarten

DFB-Pokal-Generalprobe unter Flutlicht gelungen: Der FC Carl Zeiss gewinnt das Spitzenspiel in der Regionalliga Nordost mit 3:1 (1:1). Jena klettert mit diesem Heimsieg an die Tabellenspitze.

Jena. Genau 920 Tage nach dem letzten Flutlichspiel des FC Carl Zeiss Jena im Ernst-Abbe-Sportfeld (16. April 2013 gegen Lok Leipzig 3:0) war es endlich wieder so weit. Vorfreude und Aufregung waren in der Lichtstadt Jena gleichermaßen groß. Beide Teams gingen punktgleich (22) in das Spiel, dem Sieger winkte die (zumindest vorübergehende) Tabellenführung.

Jenas Manfred Starke im Duell mit dem Berliner Kevin Kahlert. Jenas Manfred Starke im Duell mit dem Berliner Kevin Kahlert. Die Anfangsphase war von Ungenauigkeiten im Aufbauspiel geprägt, Torchancen gab es deshalb zunächst nicht. Es dauert bis zur 14. Minute, bevor Filip Krstic im Anschluss an eine Ecke mit einem Fernschuss das erste Mal für Gefahr vor dem BAK-Tor sorgte.

Auf der Gegenseite waren die Gäste mit ihrer ersten richtigen Chance wenig später erfolgreicher. Den scharf und flach nach innen gezogenen Ball von Stephan hämmerte Zafer Yelen aus Nahdistanz unter den Querbalken (18.).

Ein satter 17-Meter-Linksschuss von Manfred Starke sah BAK-Keeper Flauder noch auf dem Posten (27.). Dann aber konnten endlich die FCC-Fans jubeln, Marcel Bär markierte den Ausgleich (29.).

In Hälfte Zwei verfehlten für den FCC zunächst ein paar Fernschüsse das Ziel. Gegenüber klärte Raphael Koczor im Herauslaufen weit vor dem eigenen Strafraum (54.). Kurz darauf hallten „Spitzenreiter, Spitzenreiter“-Rufe durchs hell erleuchtete Rund. Velimir Jovanovic hatte die Heimelf in Führung und damit an die Regionalliga-Tabellenspitze geschossen (56.).

Nach dem 3:1 durch Manfred Starke (78.) war das Spiel praktisch entschieden. Danach passierte, außer drei Spielerwechseln und sechs Gelben Karten, nicht mehr viel, die Flutlicht-“Premiere“ war gelungen.

Das Kombiticket (BAK + VfB) wurde rege genutzt, die Faszination Futlicht tat ein Übriges, sodass eine stattliche Zahl von 8.057 Besuchern diesem Freitagabendspiel beiwohnten. Am Mittwoch im DFB-Pokal gegen den VfB Stuttgart werden es noch 10.000 mehr sein. „Wir freuen uns schon darauf“, sagte auch Trainer Volkan Uluc. Vielleicht hallt es dann vielstimmig durchs Stadion „Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin.“ … naja, träumen darf man ja mal.

Trainerstimmen:

Steffen Baumgart (BAK): „Wir haben einen verdienten Sieger gesehen. Jena hat uns heute in allen Belangen gezeigt, dass sie den Platz an der Sonne erreichen wollten. Heute überwiegt bei uns die Enttäuschung.“

Volkan Uluc (FCC): „Bevor ich zur Einschätzung des Spiels komme, möchte ich mich bei … allen Helfern bedanken. Was hier passiert ist, ist sensationell. Wir wollten uns als Mannschaft dafür bedanken. Es war anfangs eine gewisse Nervosität zu sehen. Nach dem Rückstand hatte unsere Mannschaft eine fantastische Mentalität. Wenn man bedenkt, dass der BAK bisher nur drei Gegentore hatte … ich bin sehr stolz auf meine Mannschaft.“

FCC: Koczor, Krstic, Krauße (ab 90. Bürger), Klingbeil, Starke, Erlbeck, Gerlach, Vojvoda (ab 85. J. Pieles), Bär, Eismann, Jovanovic (ab 77. Schlegel)

Torfolge: 0:1 Yelen (18.), 1:1 Bär (29.), 2:1 Jovanovic (56.), 3:1 Starke (78.)

Text: Steffen Langbein
Fotos: Michael Baumgarten

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