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Nach packendem Pokalfight

0:2 gegen Bremen: Bitteres Pokal-Aus für Jena

Im Kopf um den Ball: Der Jenaer Alexander Prokopenko gegen die Bremer Tahith Chong und Theodor Gebre Selassie.
Im Kopf um den Ball: Der Jenaer Alexander Prokopenko gegen die Bremer Tahith Chong und Theodor Gebre Selassie. Foto: Johannes Böhme

Es sollte nicht sein: Der FC Carl Zeiss Jena verliert am Samstagabend in einem packenden Pokalfight vor 1.600 Zuschauern gegen den Erstligisten SV Werder Bremen mit 0:2 (0:0).

Jena. In einem bis in die Schlussphase spannenden Pokalfight unterlag der FC Carl Zeiss Jena gegen Erstligist SV Werder Bremen mit 0:2, zeigte aber über 90 Minuten eine tolle kämpferische Leistung.

In der dritten Minute, nach einer Bremer Ecke, ging es zum ersten Mal rund im FCC-Strafraum, aber zwei, drei Schussversuche blieben in der dichten Abwehr hängen. Von Beginn an wurde jede erfolgreiche Defensivaktion der Jenaer genauso lautstark von den Fans beklatscht wie Vorstöße oder auch lange Bälle nach vorn.

Nach einer gelungenen Kombination kam Maximilian Oesterhelweg vor der Strafraumkante zum Schuss, verzog aber etwas (11.).

Bremens Maximilian (Eggestein) beschwerte sich nach seinem Faller im Strafraum vehement bei Schiedsrichter, dessen Pfeife blieb aber stumm (13.). Theodor Gebre Selassie, sträflich freigelassen am langen Pfosten, traf aber auch nur Selbigen (17.).



Trotz Bremer Überlegenheit konnte der FCC immer wieder für Offensivaktionen und damit Entlastung sorgen. Rene Eckardt prüfte Torwart Jiri Pawlenka (20.). Wenig später zielte Oesterhelweg allerdings etwas weniger genau, sein Versuch ging daneben (22.).

FCC-Keeper Lukas Sedlak fing sicher den strammen Schuss Gebre Selassies (26.), der Versuch von Yuya Osako ging knapp daneben (27.).

Kapitän Eckardt bekam links den Ball, aber Abseits, allerdings zumindest mit Fragezeichen (39.), damit war Jena die Torchance genommen. Für Werder zielte Davie Selke aus spitzem Winkel, von Sedlak stark gehalten (42.).



Einen Aufreger gab es kurz vor der Halbzeit. Foul im Strafraum von Gebre Selassie gegen Dominik Bock, aber wieder kein Pfiff. Im Gegensatz zu Eggesteins Meckerei in ähnlicher Situation zieht Daniel Siebert diesmal den gelben Karton gegen Jenas Trainer, der sich auch beschwerte (43.).

Ohne Tore in die Halbzeitpause

Aber die Null hinten stand zur Halbzeit, ein erstes Teilziel hatte der Underdog aus Thüringen erreicht. Die Jenaer Mannschaft wurde mit viel Applaus in die Pause geschickt, das Schiedsrichtertrio mit Pfiffen.

Auch in Halbzeit Zwei gab es eine schnelle Ecke für Bremen, die Eingabe köpfte Selke an die Latte, von dort sprang der Ball in Sedlaks Arme (47.). Beim nächsten Werder-Angriff spielte Sargent, allein vor Sedlak, quer ins Leere, statt selbst zu schießen. Dann aber doch der Bremer Führungstreffer, per Kopf durch Josh Sargent (49.).



Bremen machte weiter Druck und hatte Chancen, zu erhöhen. Jena überstand diese schwierige Phase ohne weiteren Gegentreffer und konnte sich wieder etwas befreien.

Pasqual Verkamp, eben eingewechselt, kam auch gleich halblinks an den Ball, bekam aber den Ball nicht ganz unter Kontrolle, so dass zwei Bremer klären konnten (62.). Niclas Füllkrug, kaum im Spiel, für die Gäste mit einem Kopfball aus schwieriger Position, der quer zur Latte am Tor vorbeisegelte (77.).

Zehn Minuten vor Schluss treiben die Jenaer Zuschauer ihr Team mit rhythmischen Klatschen nochmal nach vorn. Und der FCC bekam noch seine Chance zum Ausgleich. Nach einem Freistoß von Oesterhelweg scheiterte Rene Eckardt aus sieben Metern an Keeper Pavlenka (84.).



Fast im Gegenzug wurde Tahith Chong aus Nahdistanz abgeblockt (85.). Beim nächsten Versuch traf er, allein auf Sedlak zusteuernd, zum 2:0 für Werder zur Entscheidung (88.).

Während der drei Wechsel in der Nachspielzeit ging noch ein Teil des Flutlichts aus, nach ein paar Sekunden aber wieder an.

Maximilian Oesterhelweg scheiterte noch am stark reagierenden Pavlenka, der somit den Jenaer Ehrentreffer verhinderte (90.+3.). Dann war Schluss und Bremen eine Runde weiter gegen ein starkes Jenaer Team. Ein Dreiklassen-Unterschied war nicht zu sehen.



Interessanter Fakt am Rande: In den bisherigen 14 DFB-Pokal-Erstrundenpartien am Freitag und Samstag ist Jena mit seinen 1.600 Zuschauern der Rekordhalter! Allerdings nur bis morgen, in Chemnitz (4.622) und Rostock (7.500) sind mehr Besucher zugelassen, Montag in Dresden bis zu 10.000.

Am nächsten Samstag (19. September) kehrt wieder Regionalliga-Alltag ein, gegen den Berliner AK, Trainer Dirk Kunerts ehemaliges Team.

Jena: Sedlak - Slamar, Steinherr (ab 70. Prokopenko), Eckardt (ab 90.+1. Stauffer), Bergmann (ab 60. Verkamp), Grösch, Schau, Lange, Wolf, Oesterhelweg, Bock (ab 90.+1. Fiedler)

Bremen: Pavlenka - Augustinsson, Osako (ab 46. Chong), Selke (ab 75. Füllkrug), Bittencourt (ab 75. Woltemade), Moisander, Sargent (ab 90.+1. J.Eggestein), Toprak, Gebre Selassie, Erras (ab 46. Klaassen), M.Eggestein

Tore: 0:1 Sargant (49.), 0:2 Chong (88.)

Zuschauer: 1.600 (ausverkauft)

Text: Steffen Langbein

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