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Niederlagenserie geht weiter

0:2 gegen Uerdingen: Jena ohne Herz und Biss

Der FC Carl Zeiss Jena hat schon wieder nur das Nachsehen. Tom Boere erzielt in 22. Minute das 1:0 für Uerdingen.
Der FC Carl Zeiss Jena hat schon wieder nur das Nachsehen. Tom Boere erzielt in 22. Minute das 1:0 für Uerdingen. Foto: imago images/MaBoSport

Ohne Herz und Biss: Nach einem eher mäßigen Drittligaspiel und einer harmlosen Leistung des FC Carl Zeiss Jena, verliert das Schmitt-Team am Samstagnachmittag verdient gegen den KFC Uerdingen mit 0:2 (0:1).

Jena. Für die Fans stand die Auswärtsfahrt zur Stätte des wichtigsten Vereinsspiels unter dem Motto „Damals (fast) keiner, heute ALLE“. Damals im „Düsseldorfer Rheinstadion“, zum Europapokal-Finale der Pokalsieger gegen Dynamo Tbilissi nur knapp 9.000 Zuschauern, darunter nur wenige Hundert aus Jena.

Etwa 1.500 Jena-Fans diesmal dabei, darunter der FCC-Torschütze beim 1:2 vor 38 Jahren, Gerhard Hoppe. Die FCC-Fans verbreiteten wieder gute Stimmung, mussten sich aber das erste Mal ärgern, als nach etwas Ping-Pong im Jenaer Strafraum der Ball Tom Boere vor die Füße sprang und dieser zum 1:0 für Uerdingen flach ins lange Eck verwandelte (22.).



Jena war zwar weiterhin bemüht, aber ohne Genauigkeit und Durchschlagskraft, geschweige denn Chancen. Die hatte aber auch der Gastgeber kaum. Als Rene Eckardt sich mal nach Doppelpass durch dribbelte, wurde er von einem Uerdinger Abwehrbein knapp vor der Strafraumgrenze getroffen, Freistoß gab es aber nicht (35.).

Anton Donkor schoss wenigstens einmal auf das Tor, zirkelte den Ball aber am langen Pfosten vorbei (40.). Die Uerdinger verwalteten den knappen Vorsprung, der bis zur Pause hielt.

Nach der Pause gab es zunächst Action von Jenaer Seite, allerdings nur von den Rängen. Da konnten es wieder mal einige Unverbesserliche nicht lassen, Bengalos abzubrennen. Davon benebelt offenbar vor allem die FCC-Kicker, denn unterdessen erzielte der KFC das 2:0.

Nach einer Freistoßflanke war Jan Kirchhoff zur Stelle (49.). „Ratlos“ kommentierte ein TV-Reporter den Blick auf die Jenaer Bank. Aber vor allem hatte auch das Team auf dem Spielfeld, im Gegensatz zu den „zündelnden Fans“, keine zündende Ideen.



Kilian Pagliuca kam mal aus wenigen Metern zum Schuss, allerdings direkt auf Torhüter Lukas Königshofer (63.), noch freier stand Ole Käuper wenige Meter neben ihm. Während Jena sich mühte, ohne große Torchancen, hatte der eingewechselte Patrick Pflücke die Gelegenheiten, das Spiel endgültig zu entscheiden. Aber erst blieb er am Jenaer Torhüter Jo Coppens hängen (83.), dann vergab er, ebenfalls freistehend (85.).

Jena konnte allerdings das Ruder nicht mehr herumreißen, es passierte nichts Entscheidendes mehr, auch nicht in fünf Nachspielminuten. Coppens rettete in der letzten Minute noch gegen den frei auf ihn zu laufenden Roberto Rodriguez (90.+5.).

Den Krefeldern reichte eine durchschnittliche Leistung, um harmlose Jenaer zu besiegen.

Am Sonntag in einer Woche kommt es zum sicherlich „heißen“ Ostderby gegen den FC Hansa Rostock (3. November, 14:00 Uhr).

Trainerstimme:

Rico Schmitt (FCC): „Wir haben es uns natürlich ganz anders vorgestellt. Bis zum Tor haben sich beide Mannschaften neutralisiert. Wir hatten kaum Chancen, vielleicht eine durch Donkor. Ärgerlich, dass wir wieder unabgestimmt waren beim Gegentor. Nach der Pause dann noch gleich das zweite Gegentor. Was dann noch positiv war, dass wir versucht haben, nach vorn zu spielen. Der Erfolg geht aber verdient an Uerdingen, keine Frage.“

KFC: Königshofer - Kirchhoff, Lukimya, Dorda (ab 67. Guenoche, ab 72. Barry), Kinsombi, Boere, Rodriguez, Bitroff, Evina (ab 79. Pflücke), Konrad, Matuschyk

FCC: Coppens - Käuper, Volkmer, Rohr (ab 57. Schorr), Hammann, Maranda, Eckardt, Obermair, Bock (ab 64. Skenderovic), Gabriele,  Donkor (ab 57. Pagliuca)

Tore: 1:0 Boere (22.), 2:0 Kirchhoff (49.)

Zuschauer: 4.000

Text: Steffen Langbein


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