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Minimalziel erreicht

1:1 gegen Würzburg: Jena verdient sich Punkt

Der Jenaer Kilian Pagliuca erzielt in der 82. Minute das Tor zum 1:1.
Der Jenaer Kilian Pagliuca erzielt in der 82. Minute das Tor zum 1:1. Foto: imago images/Christoph Worsch

Minimalziel erreicht: Der FC Carl Zeiss Jena trennt sich am Sonntagnachmittag vor heimischem Publikum von den Würzburger Kickers mit einem 1:1-Unentschieden (0:0).

Jena. Über 5.000 Besucher waren gespannt, was das erste Punktspiel mit Trainer Rico Schmitt bringen würde. Am Ende stand immerhin ein 1:1-Unentschieden und damit der zweite Punkt im zwölften Saisonspiel für den FC Carl Zeiss Jena zu Buche.

Die erste Chance bot sich den Gästen. Fabio Kaufmann kam von rechts frei zum Schuss, Jo Coppens mit Fußabwehr (7.). Die Gäste bekamen zunächst viel freie Räume in Strafraumnähe, ohne dies jedoch entscheidend zu nutzen. Nico Hammann versuchte es für Jena aus 35-Metern per Freistoß direkt, der flog mit Effet rechts oben am Tor vorbei (17.).

Mitte der ersten Halbzeit wieder mal viel Leerlauf, meist zu ungenaues Anrennen, des FCC, aber immerhin stand auch hinten noch die Null gegen ziemlich harmlose Kickers. Den Kampfgeist kann man keinem beim FCC absprechen, aber spielerisch ist das FCC-Team limitiert.

Nach Hammann-Eckball war etwas Unordnung im Kickers-Strafraum, aber ein richtiger Torschuss sprang auch nicht heraus (38.). Vor dem eigenen Tor rettete Hammann nach einer Kaufmann-Flanke von rechts, knapp übers eigene Tor (42.). Es ging torlos in die Pause.



Nach der Pause die bis dahin dickste FCC-Chance. Dominik Bock zwang Keeper Müller zur Parade (49.). Das war aber zunächst nur Strohfeuer, danach prägte wieder Vorsicht und zu viel Ungenauigkeit das Jenaer Spiel.

Für Würzburg kam Patrick Sontheimer aus spitzem Winkel frei zum Schuss, Coppens parierte prima, der Nachschuss ging ans Außennetz (59.).

Zu selten gesehen, ein schöner Doppelpass zwischen dem eben eingewechselten Rene Eckardt und Ole Käuper, dessen Flachschuss aber direkt auf Keeper Müller zu rollt (66.). Dann schoss Dominik Bock am langen Pfosten vorbei (68.). Gerade als Jena sich ein Chancenplus erarbeitet hatte, schlug Würzburg eiskalt zu. Nach einer Ecke köpft Kickers-Kapitän Sebastian Schuppan den Ball zum Gäste 1:0 ins Tor (69.).

Diesmal aber kann der FCC zurückschlagen, der Kampfgeist zahlte sich aus. Nach einer Unsicherheit von Torhüter Müller traf Kilian Pagliuca zum verdienten Ausgleich (81.). Sofort war auch das Jenaer Publikum, dessen Geduld in dieser Saison lange auf Probe gestellt wurde und wird, wieder lautstark da. Rene Eckardt traf in der Nachspielzeit aus 18 Meter auf das Tornetz (90.+1.), mehr Chancen gab es nicht.

Damit holte Neu-Coach Rico Schmitt in einem Spiel ebensoviele Punkte wie sein Vorgänger in elf Punktspielen, nämlich einen.

Trainerstimmen:

Michael Schiele (Kickers): Ein neuer Trainer, man weiß da nicht, was einen erwartet, Vierer- oder Fünferkette. Wir konnten nicht über 90 Minuten unser Spiel aufziehen, das liegt aber auch am Gegner. Zu Beginn der 2. Halbzeit Jena mit einer Top-Chance, die beste bis dahin im Spiel. Nach einem Standard macht der Schuppi das dann super rein.

Trotzdem muss man dann besser aufpassen, wir waren zu wild hinten drin und fangen das alles in allem verdiente 1:1. Generell sind wir mit dem Punkt, zufrieden kann man zwar nicht sagen, aber wir nehmen den Punkt mit.

Rico Schmitt (FCC): Wir sind auf einen Gegner getroffen, der sehr souverän im Aufbau agierte, besser als wir vielleicht. Wir haben auf die Basics gesetzt, es war sehr laufintensives Spiel. Jeder musste ein Stück weit mehr leisten, Würzburg hat das in der 1. Halbzeit sehr geschickt gemacht. Trotzdem hatten wir zwei, drei gute Möglichkeiten.



Wir hatten dann einige gute Chancen verpasst, umso mehr freut es mich für Pagliuca, dass er seine dritte Chance nutzte. Bei dem Standard fehlte die Zuordnung daran werden wir arbeiten.

Das wichtigste ist für mich, dass die Mannschaft wieder zurückkam. In der Phase, wo wir gut drauf waren, hatten wir noch beste Gelegenheiten. Unter dem Strich ist es ein Punktgewinn. Jeder hat alles gegeben. Es war eine sehr emotionale positive Atmosphäre im Spiel und auf den Rängen.

Jena: Coppens - Käuper, Volkmer, Rohr, Hammann, Maranda, Schau (ab 64. Eckardt), Schorr (ab 76. Skenderovic), Bock, Gabriele, Pagliuca (ab 88. Donkor)

Würzburg: Müller - Kaufmann, Vrenezi (ab 80. Hemmerich), Sontheimer (ab 64. Widemann), Hansen, Breitkreuz, Hägele, Schuppan (ab 85. Kwadwo), Rhein, Ronstadt, Herrmann

Tore: 0:1 Schuppan (69.), 1:1 Pagliuca (81.)

Zuschauer: 5.032

Text: Steffen Langbein

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