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Anhänger stinksauer

1:3 gegen Lautern: FC Carl Zeiss Jena bleibt sieglos

Stinksauer: Mit Transparenten und lautstarken Pfiffen machte sich der Jenaer Anhang Luft nach der erneuten Niederlage.
Stinksauer: Mit Transparenten und lautstarken Pfiffen machte sich der Jenaer Anhang Luft nach der erneuten Niederlage. Foto: imago images/Eibner
Im Spiel eins nach der Entlassung von Trainer Lukas Kwasniok konnte der FC Carl Zeiss Jena auch mit Interimstrainer Christian Fröhlich das Ruder nicht herumreißen und verlor auf dem Betzenberg beim 1. FC Kaiserslautern mit 1:3.
 
Jena. Dabei ging es gut los für Jena. Nach einem Foul an Daniele Gabriele verwandelte dieser den Elfmeter selbst zur Führung für die Thüringer. Den fast postwendenden Ausgleich verhinderte Jo Coppens mit glänzender Parade gegen Florian Pick (9.).

Trotzdem behält Jena zunächst die Kontrolle im Spiel. Ebenso auf den Rängen, wo lange Zeit nur die etwa 500 FCC-Anhänger zu hören sind, weil die
Lauterer Fans wegen Stimmungsboykott leise sind. Dann sind zunächst vor allem Pfiffe gegen das Heimteam zu hören, weil dem FCK in der ersten knappen halben Stunde nicht viel gelang.

Jena kann das aber, wieder einmal, nicht nutzen, um bei optischer Überlegenheit die eigene Führung auszubauen. So gelang dem Betzenberg-Team fast aus dem Nichts durch ein Hammer-Tor von FCK-Kapitän Christoph Hemlein der Ausgleich zum Pausen-1:1 (32.).

Nach dem Wechsel vergab Gabriele die dicke Chance zur erneuten FCC-Führung (49.). Das Spiel verlief nun ziemlich ausgeglichen.

Dann sorgte Christian Kühlwetter mit einem abgefälschten Flachschuss, der knapp neben dem Jenaer Tor landete, für eine gute Gelegenheit der Gastgeber (65.). Keine Minute später wurde der Mann mit der 24 bei Lautern wieder geblockt, Dominic
Volkmer warf sich diesmal drei Meter vor der Torlinie dazwischen (66.).

Die
Roten Teufel ließen in dieser Phase nicht locker und hatten Erfolg. Nach Skarlatidis Lattenknaller versenkte Florian Pick im Nachschuss den Ball zum 2:1 (69.). Jena bemühte sich um den Anschlusstreffer.

Aber, ein Starke-Freistoß aus 18 Meter wurde zunächst abgewehrt, ebenso der zweite Ball, der dritte Versuch, Gino Fechner von der Strafraumgrenze, saß dann – 3:1 für den 1. FCK (78.). Das Aufbäumen des FCC in der Schlussphase brachte nichts mehr, außer dem ein oder anderen Schuss Richtung Tor, der beste vom eben eingewechselten Patrick
Schorr (87.).

Also, auch im 11. Saisonspiel kein Sieg, weiterhin nur ein Pünktchen für den FCC. Kaiserslautern feiert den ersten Heimsieg und verlässt mit nunmehr 13 Zählern die Abstiegsränge.



Der FC Carl Zeiss kann sich am Sonntag, 13. Oktober, 14:00 Uhr, im Thüringenpokal bei SV Grün-Weiß Siemerode etwas Selbstbewusstsein holen. Dann kommen die Würzburger Kickers nach Jena (Samstag, 20. 10., 14:00). Vielleicht gibt es bis dahin einen neuen Cheftrainer.

FCK: Grill - Schad, Kraus, Matuwila (ab 46. Fechner), Strenberg, Hemlein (ab 61. Jonjic), Bachmann, Starke, Pick, Skarlatidis (ab 83. Bergmann), Kühlwetter

FCC: Coppens - Volkmer, Bock (ab 86. Schorr), Kircher, Maranda, Eckardt, Obermair, Gabriele, Rohr (ab 76. Hammann), Jahn (ab 72. Donkor), Skenderovic

Tore: 0:1 Gabriele (FE/ 6.), 1:1 Hemlein (32.), 2:1 Pick (69.), 3:1 Fechner (78.)

Zuschauer: 16.083

Text: Steffen Langbein


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