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Trainer vor dem Aus

1:2 gegen Duisburg: Jena verliert trotz Überzahl

Trotz der 1:0 Führung durch Jenas Dominik Bock (hier im Zweikampf mit dem Duisburger Leroy-Jacques Mickels) verliert der FCC am Ende erneut.
Trotz der 1:0 Führung durch Jenas Dominik Bock (hier im Zweikampf mit dem Duisburger Leroy-Jacques Mickels) verliert der FCC am Ende erneut. Foto: imago images/Christoph Worsch

Wieder kein Sieg: Trotz Überzahl und Führung verliert der FC Carl Zeiss Jena am Samstagnachmittag vor heimischem Publikum gegen den MSV Duisburg mit 1:2.

Jena. Der FCC wieder mal mit veränderter Startformation, neben den drei Suspendierten diesmal auch Niklas Jahn und Julian Günther-Schmidt zunächst auf der Bank.

Die Zeiss-Elf legte frisch und offensiv los. Und prompt wurde Maximilian Rohr auf dem Weg zum Tor zehn Meter vor dem Strafraum von Arne Sicker gelegt, Notbremse – Rote Karte. Duisburg also schon ab der vierten Minute in Unterzahl.

Duisburgs Keeper muss zum ersten Mal aufpassen, als Dominic Volkmer aufs Tor köpft (12.). Der MSV mit seiner ersten guten Chance, der erstligaerfahrene Moritz Stoppelkamp mit seinem Schuss knapp vorbei (18.).

Das Spiel schlief zwischenzeitlich, nach einer Viertelstunde, ziemlich ein. Chancen auf beiden Seiten Mangelware. Wer wegen guten Drittligafußball ins Stadion gekommen war, wurde sicher enttäuscht. Als es nach dreißig Spielminuten zu regnen begann, nutzten das einige Duisburger Fans, mit freiem Oberkörper ein Bad zu genießen.

In der Nachspielzeit (45.+1.) noch ein Hammann-25-Meter-Freistoß knapp vorbei, dann war endlich Pause.

Kurze Schrecksekunde nach der Pause, als Jo Coppens ein Fernschuss durch die Hände glitt, zum Glück nur Ecke (48.). Dann war Daniele Gabriele wohl ziemlich überrascht, dass er so frei zum Schuss kam, aber leichte Beute für Torhüter Weinkauf (49.). Ansonsten etwas Torgefahr zunächst nur durch die wenigen Fernschüsse.

Dann aber doch das 1:0 für Jena. Ein weiter Flankenball von der rechten Seite fliegt bis zu Dominik Bock, der am langen Pfosten unbedrängt einschießen kann (59.). Bock fast noch mit seinem zweiten Tor. Nach Hammann-Ecke köpfte er den Ball an die Lattenunterkante, kurz bevor er verletzungsbedingt ausgewechselt wurde.

Als etwas später auch Rohr den Platz verlassen musste, gab es schon Pfiffe von den Rängen, die nicht dem Spieler galten.

Sehr schöne FCC-Ballstafette im Strafraum der Gäste, inkl. Hackenvorlage auf Gabriele, der aber aus bester Position an Weinkauf scheiterte (74.). Statt der Vorentscheidung aber im Gegenzug der Ausgleich für die Gäste, die einen Konter durch Stoppelkamp erfolgreich abschließen (75.).

Jena hatte aber danach zwar auch Torchancen, aber auch Duisburg durch Vincent Vermeij (81.), der noch scheitert. Dann kracht er aber volley einen Eckball in den Dreiangel, 2:1 für Duisburg (85.).

Die Gäste drehen das Spiel, in Unterzahl! Die FCC-Fans machen spätestens jetzt lautstark ihrem Unmut Luft. Wieder einmal bringt der FCC eine Führung nicht über den Zielstrich und bleibt auch im zehnten Punktspiel ohne vollen Erfolg.

Nun geht es für den FCC zum traditionellen „Betzenberg“, der Heimspielstätte des 1. FC Kaiserslautern (Samstag, 5. Oktober). Dann kommen die Würzburger Kickers nach Jena (Samstag, 20.10., 14:00). Am Wochenende dazwischen, Sonntag, 13. Oktober, 14:00 Uhr, Thüringenpokal bei SV Grün-Weiß Siemerode.

Stimmen nach dem Spiel:

Torsten Lieberknecht (MSV): "Wir freuen uns über die drei Punkte. Darüber, dass wir Mentalität gezeigt haben, ein Spiel zu drehen, wo der Sieger lange Zeit Jena war und man das Gefühl hatte, dass Jena das Spiel gewinnen wird. Wir haben dann eiskalt zugeschlagen."

Lukas Kwasniok (FCC): erschien nicht mehr zur Pressekonferenz

Jena: Coppens - Eckardt, Volkmer, Hammann, Grösch, Kircher, Maranda (ab 87. Skenderovic), Bock (ab 66. Günther-Schmidt), Obermair, Gabriele, Rohr (ab 67. Jahn)

Duisburg: Weinkauf - Compper, Stoppelkamp, Daschner (ab 7. Schmeling), Albutat (ab 79. Jansen), Sicker, Mickels, Bitter, Vermeij (ab 90.+2. Sliskovic), Balla, Boeder,

Tore: 1:0 Bock (59.), 1:1 Stoppelkamp (75.), 1:2 Vermeij (85.)

Rote Karte: Sicker (MSV/ 4.)

Text: Steffen Langbein

Update um 17:09 Uhr: Aus für Kwasniok: FC Carl Zeiss Jena zieht Reißleine

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