Abstiegsränge wieder in Sichtweite

0:1 gegen Frankfurt: Trotz Kampfgeist verliert Jena

Die Jenaerin Julia Arnold (links) gegen die Frankfurterin Ana Maria Crnogorcevic im Bundesliga-Spiel FF USV Jena gegen 1. FFC Frankfurt im Ernst-Abbe-Sportfeld.
Die Jenaerin Julia Arnold (links) gegen die Frankfurterin Ana Maria Crnogorcevic im Bundesliga-Spiel FF USV Jena gegen 1. FFC Frankfurt im Ernst-Abbe-Sportfeld.
Foto: Jürgen Scheere
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Unter den Augen von Bundestrainerin Steffi Jones verlor der FF USV Jena sein Heimspiel am Sonntagnachmittag gegen den 1. FFC Frankfurt knapp mit 0:1 und verbleibt damit auf Tabellenplatz Zehn, zwei Punkte vor dem ersten Abstiegsrang.

Mit kritischem Blick: Unter den Zuschauern Bundestrainerin Steffi Jones (r.) und FF USV-Geschäftsführer Jens Roß.Jena. Der FF USV begann gut und Julia Arnold hatte die erste Chance. Ihre gedachte Flanke senkte sich knapp am langen Eck vorbei ins Toraus (17.). Später wurde ein da Silva-Schuss abgeblockt (23.) und Ivana Rudelic wummerte den Ball aus 20 Metern drüber (26.).

Nach einer knappen halben Stunde kam der FFC zur bis dahin besten Gelegenheit. Lise Munk traf zum Glück für Jena fünf Meter vor dem Tor den Ball nicht richtig, so dass noch abgeblockt werden konnte (27.). Eine Minute später passierte es dann doch.

Mandy Islacker, die Top-Torjägerin der Liga, stand ziemlich allein zwölf Meter vor dem Tor und netzte zum 1:0 für Frankfurt ein (28.). Jena hatte ziemlich bald die Chance, zurückzuschlagen. Aber der tolle Hausicke-Kopfball wurde von Hendrich auf der Linie weggeköpft (31.).

Der FF USV Jena hatte dann in der zweiten Halbzeit etwas mehr vom Spiel, auch ein paar Chancen. Vor allem bei Standardsituationen wurde es für Frankfurt gefährlich, wie Gäste-Trainer Matt Ross bemerkte. Aber es blieb bei der knappen Niederlage.


Leverkusen spielte gegen Duisburg 0:0 und rückte bis auf zwei Punkte an Jena ran. USV-Trainerin meinte kämpferisch: „Das nächste Spiel in Gladbach ist wichtig, da werden wir unsere Punkte holen.“

Trainerstimmen:

Matt Ross (Frankfurt): „Sehr gutes, schwieriges Spiel. Wir mussten 90 Minuten kämpfen. In den ersten 25 Minuten kamen wir oft zu spät, produzierten einige Fehlpässe. Wir änderten dann das System. Mandy Islacker mit ihrem Tor half uns, es sorgte für mehr Ruhe in unserem Spiel. Die zweite Halbzeit war sehr ausgeglichen. Wir haben in den letzten zehn Minuten um unser Leben  gekämpft. Alles Gute für Jena für die weitere Saison.“

Katja Greulich (Jena): „Es ist immer wieder bitter, am Ende mit leeren Händen dazustehen. Wer am Ende kein Tor schießt und eins bekommt, verliert eben leider. Ich bin trotzdem enorm stolz, wie sich die Mannschaft präsentiert hat. Leider wurde sie für enormen Kampfgeist nicht belohnt. Wir haben 25 Minuten einen klaren Plan verfolgt, sind dann aber etwas davon abgekommenen. Das wurde von einer Spielerin wie Mandy Islacker, die enorme Qualität hat bestraft.“

Jena: Längert; Woeller, Utes, Heinze, da Silva, Sedlackova, Herrmann (ab 86. Ramos Luis), Rudelic, Hausicke (ab 75. Hausicke), Arnold, Hearn

Frankfurt: Bösl, Störzel (ab 83. Hechler), Hendrich, Nagasato (ab 90. Matheis), Islacker, Schmidt (ab 75. Pawollek), Prießen, Groenen, Crnogorcevic, Munk, Bartusiak

Torfolge: 0:1 Islacker (28.)

Zuschauer: 654

Text: Steffen Langbein
Fotos: Jürgen Scheere


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