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Weiterhin ohne Sieg

FF USV Jena verliert auch in Leverkusen

Im Kopfballduell die Jenaerin Karla Görlitz mit der Bayer-Spielerin Dóra Zeller.
Im Kopfballduell die Jenaerin Karla Görlitz mit der Bayer-Spielerin Dóra Zeller.
Foto: Hannes Seifert/FF USV Jena
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Der FF USV Jena hat es verpasst, im Abstiegskampf ein Lebenszeichen zu setzen. Bei Bayer 04 Leverkusen unterlag die Mannschaft von Trainer Christopher Heck mit 0:2 (0:1).

Jena. Wie erwartet zeigte sich die Heimelf kampfstark auf dem Rasen des Nachwuchszentrums Kurtekotten vor 210 Zuschauen. Bayer verteidigte sehr hoch und ließ die Gäste in der ersten Halbzeit kaum in die gegnerische Hälfte kommen.

Insbesondere die Ex-Jenaerin Ivana Rudelić konnte mit einigen Bällen in Szene gesetzt werden, die kroatische Nationalspielerin scheiterte jedoch jeweils an Jenas Torhüterin Sarah Hornschuch.

Nach 21 Minuten ging Bayer nach einem glücklichen Freistoß in Führung. Aus zentraler Position direkt an der Strafraumgrenze setzte die ungarische Nationalspielerin Dóra Zeller den Ball ins lange Eck – 1:0.

Nach vorn fehlten dem FF USV im ersten Durchgang die zündenden Ideen, vereinzelte Konter führten kaum zu gefährlichen Abschlüssen. Eine Ecke von Vanessa Fudalla setzte Kapitänin Julia Arnold per Kopf knapp am Pfosten vorbei (38.) – Jenas größte Torchance im ersten Durchgang.

Die Heimmannschaft beschränkte sich nach der Führung vor allem auf die Ergebnisverwaltung und auf das Ausnutzen der Fehler der Jenaer Defensive. Nach eigener Ecke konterte Bayer, einen Abschluss von der Strafraumkante lenkte Sarah Hornschuch mit starken Reflexen an die Latte (42.).

Mit dem Ziel, im zweiten Durchgang mehr für die eigene Offensive zu tun, kamen die Thüringerinnen aus der Kabine. Insbesondere über den rechten Flügel und die tschechische Nationalspielerin Jitka Chlastáková kamen die Gäste aus dem Paradies einige Male in den gegnerischen Strafraum, doch es fehlte das Glück im Abschluss.

Weder Christin Meyer (58.) mit dem Fuß, noch Jana Sedláčková per Kopf aus zwei Metern Torentfernung (85.) oder die laufstarke Sturmspitze Vanessa Fudalla konnten den Ball an Torhüterin Anna Klink vorbeischieben. Auch die eingewechselte Anna Weiß hatte mit ihrem Distanzversuch keinen Erfolg (82.).

Insbesondere ab der 60. Minute hatten die Blau-Weißen das Spielgeschehen an sich genommen und gaben den mitgereisten Anhängern die Hoffnung auf eigene Tore. Doch stattdessen waren es die Leverkusenerinnen, die den zweiten Treffer erzielten.



Nach einem Konter über die linke Außenbahn war es die eben erst eingewechselte Lena Uebach, die den Ball aus kurzer Distanz über die Linie drückte (72.).

Bitter für die auf Abseits reklamierenden Jenaerinnen, dass auch der zweite Gegentreffer sehr unglücklich fiel, in Anbetracht der Chancenverteilung aber durchaus verdient. Mit einem Weitschuss an die Unterkante der Latte hatte Milena Nikolic kurz vor Abpfiff sogar die Chance zum 3:0.

Somit steht der FF USV Jena auch nach dem neunten Spieltag der FLYERLARM Frauen-Bundesliga ohne eigenen Sieg da. In Leverkusen gelang es nicht, eine qualitativ gleichwertige Mannschaft ernsthaft in Bedrängnis zu bringen. Damit verpassten es die Thüringerinnen, im Abstiegskampf einen wichtigen Impuls setzen und treten weiter auf der Stelle.

Bayer 04 Leverkusen:
Klink - Friedrich, Wimmer (86. Reger), Sahlmann, Nikolić, Wirtz, Rackow, Zeller (67. Uebach), Jessen (89. Machtens), Rudelić, Csiszar

FF USV Jena: Hornschuch - Fudalla, Kreil (73. Weiß), Sedláčková, Arnold, Seiler, Graser, Meyer, Chlastáková, Tellenbröker, Görlitz

Tore: 1:0 Zeller (21.), 2:0 Uebach (72.)

Zuschauer: 210

Quelle: FF USV Jena