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Optik für Spektrometer

ESA-Satellit: ZEISS fliegt mit ins All

Sentinel-5P ist einer von insgesamt sechs Satelliten des von der EU geförderten Copernicus-Programms der ESA.
Sentinel-5P ist einer von insgesamt sechs Satelliten des von der EU geförderten Copernicus-Programms der ESA. Foto: ESA

Erdbeobachtungssatellit mit optischen Hochleistungsgittern von ZEISS: Der Sentinel-5P soll wichtige Information über Luftverschmutzung, die Atmosphäre und den Klimawandel liefern.

Jena. Am 13. Oktober 2017 um 10:27 Uhr Mitteleuropäischer Zeit startete in Nordrussland der neue Erdbeobachtungssatellit Sentinel-5P der Europäischen Weltraumorganisation ESA ins All. Sentinel-5P ist einer von insgesamt sechs Satelliten des von der EU geförderten Copernicus-Programms.

Die Daten dieses neuen Wächtersatelliten, der einmal am Tag die komplette Oberfläche unseres Planeten vermisst, sollen hauptsächlich dem Umweltschutz und der Luftreinhaltung dienen. Sentinel-5P erforscht die Erdatmosphäre und ermittelt unter anderem den Gehalt von Spurengasen wie Ozon oder Methan, welche die Luft und das Klima auf der Erde beeinflussen.

Der 820 Kilogramm schwere Satellit ist mit dem hochmodernen Messinstrument Tropomi ausgerüstet. Das in den Niederlanden von Airbus Defence and Space Netherlands und TNO hergestellte Instrument beinhaltet Spektrometer, von denen zwei mit ZEISS Optik ausgestattet sind.



Da jedes Gas typische Messwerte an spezifischen Wellenlängen liefert, ist mit Tropomi gut zu erkennen, wo welche Gase häufig auftreten. "Wir haben in Jena hochwertige diffraktive Gitter für Tropomi entwickelt und hergestellt und freuen uns, dass nun wieder Optik von ZEISS bei einer ESA-Mission an Bord ist", sagt Dr. Alexandre Gatto vom Bereich Mikrostrukturierte Optik bei ZEISS.

Der gestartete Satellit Sentinel-5P ist ein Vorläufermodell: Er soll den Übergang zwischen den bisherigen Satelliten und den endgültigen Sentinel-5-Satelliten überbrücken, der 2021 startet. Das "P" steht für "precursor", was im Deutschen "Vorläufer" bedeutet.

Bis zum Jahr 2030 sollen innerhalb des Copernicus-Projekts weitere Satelliten starten. Am 3. April 2014 war der erste Wächter, Sentinel 1A, gestartet.

Quelle: ZEISS AG

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