Tausende im Napoleon-Fieber
Schlacht um Jena: 18 Kanonen sorgten für mächtig Donner

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Tausende im Napoleon-Fieber: Bei Jena wurde am Samstag die historische Schlacht von 1806 nachgestellt.
Jena. Kanonendonner, Pulverdampf und galoppierende Pferde: Auf den Feldern zwischen Cospeda, Closewitz und Lützeroda ging es am Samstagnachmittag zu wie vor 220 Jahren.
Rund 1.200 Darsteller aus 15 Ländern ließen die historische Schlacht bei Jena vom 14. Oktober 1806 wieder lebendig werden.
Mit etwa 40 Reitern und 18 Kanonen war es die größte Nachstellung seit dem Jubiläumsjahr 2006.
Trotz des regnerischen Herbstwetters ließen sich einige Tausend Besucher das Spektakel nicht entgehen.
Rund zwei Stunden lang lieferten sich französische Truppen sowie preußische und sächsische Soldaten in historischen Uniformen eindrucksvolle Gefechte.

Napoleon Bonaparte (r.) alias Jean-Gérald Larcin.
Im Mittelpunkt stand natürlich Napoleon Bonaparte, verkörpert vom Belgier Jean-Gérald Larcin.
Moderator Robert Heyne von der Arbeitsgemeinschaft Jena 1806 erläuterte die historischen Hintergründe und erinnerte an die Opfer der Schlacht.
Zugleich betonte er die Friedensbotschaft der Veranstaltung: „Kriege gehören ins Geschichtsbuch.“
Ein Bauern- und Handwerkermarkt in Lützeroda begleitete das Spektakel. Mit einem Gedenkgottesdienst und einer Kranzniederlegung in Vierzehnheiligen ging die dreitägige Veranstaltung am Sonntag zu Ende.
Geschichte zum Anfassen: Der siebenjährige Nino aus Dornburg-Steudnitz erlebt gemeinsam mit seinem Vati, wie ein französischer Militärsanitäter zur Zeit Napoleons Verwundete versorgte und ihre Wunden verband.
In fünf Jahren soll Napoleon erneut nach Jena zurückkehren – zur großen Schlachtnachstellung anlässlich des 225. Jahrestages.
Text: Jana Baumgarten
Fotos: Baumgarten/Wimmler/JENPICTURES

















