für Frauen- und Queerrechte
Frauentag in Jena: Über 1.000 Menschen bei Protestdemo
Über 1.000 Menschen gingen in Jena am Frauentag auf die Straße.
Foto: Baumgarten/JENPICTURES
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Kraftvoller Protest zum Frauentag: Über 1.000 Menschen demonstrieren in Jena für Frauen- und Queerrechte.
Jena. Hunderte Menschen haben am Sonntag zum Internationalen Frauentag in Jena ein deutliches Zeichen für Gleichberechtigung gesetzt.
Nach Angaben der Polizei beteiligten sich rund 1.100 Demonstrierende an einem großen Protestzug durch die Innenstadt.
Unter dem Motto „Wir kämpfen, wir streiken, wir leben“ hatte das „8. März Bündnis Jena“ zum feministischen Kampftag aufgerufen.
Auf Plakaten und Transparenten forderten die Teilnehmenden unter anderem sichere Arbeitsbedingungen, mehr Gleichberechtigung sowie das Recht auf körperliche Selbstbestimmung.
Eine Teilnehmerin betonte im Gespräch, der Frauentag sei nicht nur Anlass, auf bestehende Missstände aufmerksam zu machen, sondern auch, auf die Errungenschaften zurückzublicken, die Frauen in den vergangenen Jahrzehnten erkämpft haben.

Vor dem Start des Demozuges sang der feministische Chor „Chorage“.
Gleichzeitig gehe es um den Schutz und die Rechte queerer Menschen, die – besonders wenn sie offen leben – weiterhin Anfeindungen, Diskriminierung und Gewalt ausgesetzt seien.
In einem Pressestatement erklärte das „8. März Bündnis Jena“, feministische Errungenschaften stünden zunehmend unter Druck.
Sorgearbeit liege weiterhin überwiegend bei Frauen sowie bei TINA*-Personen (trans, inter, nicht-binär und agender).
Dies führe häufig zu reduzierter Erwerbstätigkeit und werde gesellschaftlich mitunter abfällig als „Lifestyle-Teilzeit“ bewertet.
Bereits am Vormittag hatten in der ganzen Stadt Workshops und Austauschformate stattgefunden. Inhaltlich drehte sich das Programm um Themen wie Sorgearbeit, Gewalt und Selbstbehauptung.
Der Demozug bildete schließlich den Höhepunkt eines vielfältigen Aktionstages.
Text: Jana Baumgarten
Fotos und Video: Baumgarten/JENPICTURES
