Start für FORUM-Neubau
Wo Zukunft entsteht: Uni Jena legt Grundstein für Ideenhaus
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Wo Zukunft entsteht: Universität Jena legt Grundstein für neues Kommunikationszentrum FORUM.
Jena. In feierlichem Rahmen wurde am heutigen Mittwoch der Grundstein für das neue Kommunikationszentrum FORUM der Universität Jena gelegt.

Uni-Präsident Prof. Dr. Andreas Marx bei seiner Rede zur Grundsteinlegung.
In direkter Nachbarschaft zum Unihauptgebäude und dem neuen Campus Inselplatz entsteht ein modernes Kommunikationszentrum, das laut Universitätspräsident Prof. Dr. Andreas Marx zusammenbringen, zur Betretung von wissenschaftlichem Neuland motivieren und die Stadtgesellschaft zur Mitgestaltung einladen soll.
Harmonisches Ensemble und neuer Campus-Mittelpunkt: Blick von Osten auf das FORUM und den sanierten Griesbachschen Anbau. (Abbildung: Universität Jena)
Zu den hochrangigen Gästen, die der Veranstaltung beiwohnten, zählten unter anderem der Thüringische Ministerpräsident Mario Voigt (CDU), Landtagspräsident Dr. Thadäus Rudolf König, Bildungsminister Christian Tischner (CDU), Jenas Oberbürgermeister Dr. Thomas Nitzsche (FDP) und Dr. Felix Streiter, Geschäftsführer der Carl-Zeiss-Stiftung.
Neben der gesamten Stadtspitze waren auch zahlreiche Vertreter der Landes- und Kommunalpolitik und der Wirtschaft bei der Grundsteinlegung zugegen. 
Ministerpräsident Mario Voigt ließ sich die Teilnahme an der Grundsteinlegung nicht nehmen.
In seiner Rede betonte Voigt, wie wichtig Freiheit und Individualität in der heutigen Zeit seien, und dass das FORUM einen wichtigen Beitrag zum wissenschaftlichen Austausch in der Gesellschaft leiste. Der Neubau sei „vielleicht kein großer Ort, dafür aber ein Ort der Größe“.
Oberbürgermeister Nitzsche sagte, das Projekt stelle „stadtentwicklerisch einen Meilenstein“ dar. Er begrüßte den Plan, Jena durch die auf der rechten Seite des Gebäudes neu entstehende Gasse fußgängerfreundlicher zu gestalten.
Diese zukünftige „Universitätsgasse“ wird für Fußgänger eine direkte Verbindung vom Inselplatz zur Schlossgasse ins Jenaer Zentrum schaffen.
Das FORUM verdankt seine Realisierung der Förderung der Carl-Zeiss-Stiftung, die bisher mehr als dreißig Bauvorhaben in Jena unterstützt hat. Der Beitrag zum FORUM stellt jedoch die größte Investition in Jahrzehnten, wenn nicht gar seit Stiftungsgründung dar, wie Geschäftsführer Dr. Felix Streiter verriet.
Er dankte zudem den Angestellten von ZEISS und SCHOTT, deren Arbeit diese Spende überhaupt erst möglich gemacht habe.
Traditionell wurde bei der Grundsteinlegung eine Zeitkapsel verschlossen. Diese enthält unter anderem eine aktuelle Tageszeitung, das Grundgesetz in Miniaturform, einen Flyer der Universität sowie drei Pins – jenen mit der Aufschrift „100 Prozent Jena“ steuerte der Oberbürgermeister spontan bei.
Stolze 20 Millionen Euro steuert die Carl-Zeiss-Stiftung zum Projekt bei, weitere drei Millionen Euro bringt die Friedrich-Schiller-Universität Jena selbst auf.
Zum historischen Griesbachschen Anbau, in welchem bereits Friedrich Schiller und Johann Gottlieb Fichte ihre Antrittsvorlesungen hielten, soll ein direkter Zugang geschaffen werden.
Architekt Matthias Schodlok verriet, dass große und helle Räume die Innengestaltung des FORUM dominieren werden. Sein persönliches Highlight sei jedoch die großzügige Welcome-Area des Zentrums. Neben zahlreichen Büroräumen und einer Science-Lounge soll das Gebäude auch ein Restaurant beherbergen.
Die Fertigstellung und Eröffnung des Neubaus sind für das Jahr 2028 geplant.
Text: Erik Pöch
Fotos: Baumgarten/JENPICTURES
