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Reumütig gestanden

Straßenbahn-Sch..... von Jena stellt sich

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Reumütig meldete sich der seit letzter Woche gesuchte "Bahnverschmutzer" heute beim Jenaer Nahverkehr und gestand seine Tat. Sein panisches Verhalten tut ihm leid, die Kosten der Reinigung werden ihm trotzdem in Rechnung gestellt.

Jena. Der Gesuchte, der in der vergangenen Woche in einer Straßenbahn seine Notdurft verrichtete, hat sich am Mittwochvormittag beim Jenaer Nahverkehr gemeldet und sich zu der Tat bekannt.

Der 28-Jährige gab zu, in Panik und ohne Gedanken an mögliche Auswirkungen gehandelt zu haben. Für sein Fehlverhalten entschuldigte er sich bei dem Verkehrsunternehmen und erklärte, die Konsequenzen zu tragen. Ihm wird der Aufwand der Reinigung in Rechnung gestellt sowie die gesamten Kosten, die durch den Austausch der Straßenbahn im laufenden Linienbetrieb entstanden sind.

Am Mittwoch, den 11. Juni, kurz vor sechs Uhr hatte sich der Mann in eine Straßenbahn der Linie 3 gehockt und dort sein „großes Geschäft“ gemacht. Die mediale Berichterstattung brachte den Gesuchten dazu, sich beim Nahverkehr zu stellen.

Sogar der MDR hat gestern mit einem Beitrag im TV auf diese peinliche und kulturlose Tat reagiert. Nicht nur die Bürger und Nutzer der Straßenbahn Jenas zeigen sich in diesem Beitrag empört.

Udo Beran JeNah-ChefAuch Udo Beran, Chef der Jenaer Verkehrsbetriebe hat so etwas noch nicht erlebt und machte seinem Ärger Luft. Wie er sagt, wird überlegt, dem "Bahnverschmutzer" ein lebenslanges Verbot zur Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel in Jena auszustellten, da "so jemand nicht geeignet ist, öffentliche Verkehrsmittel zu benutzen."

 

Text: Michael Baumgarten
Fotos: Nahverkehr (1), Baumgarten (1)