Saalfelder gewinnen überraschend

Trabi Rallye: 130 Kilometer durch den Saale-Holzland-Kreis

Bei der Prüfung die DDR-Rennsportlegende Monika Petzold und ihr Co-Pilot Tierarzt Dr. Volker Lampe.
Bei der Prüfung die DDR-Rennsportlegende Monika Petzold und ihr Co-Pilot Tierarzt Dr. Volker Lampe.
Foto: Dirk Sauerbrey
Teilen auf

Nach 130 Kilometern: Saalfelder gewannen am Samstag die 2. "Meister Meyer" Trabi Rallye durch den Saale-Holzland-Kreis.

Stadtroda. Wieder tuckerten und qualmten die kleinen Ostlegenden durch den Saale-Holzland-Kreis. Die 2. „Meister Meyer“ Trabi Rallye war unterwegs.


Dieter Meyer, Betreiber einer Trabi-Werkstatt und Vermietung, hatte erneut Freunde des DDR-Kult-Autos eingeladen, um auf einer Wertungsstrecke von 130 Kilometern, die eine oder andere Prüfung abzulegen.

Diese Herausforderung haben knapp 50 Teams mit ihren Fahrzeugen angenommen. Unter ihnen waren auch drei erfolgreiche Rallye-Profis.



DDR-Rennsportlegende Monika Petzold und Co-Pilot Tierarzt Dr. Volker Lampe.

Neben Walter Rosenkranz aus Bollberg und Andreas Zänker aus Greiz, die mit ihren Rennpappen zum zweiten Mal an den Start gingen, war die letzte DDR-Vize-Meisterin im Rallyesport, Monika Petzold extra aus Berlin angereist.


Sie startete auf einem ihr bis dahin unbekannten Trabi aus dem Fundus von Dieter Meyer, und bis dato genauso unbekannt war ihr der Co-Pilot.

Wer jetzt glaubte, ein Profi würde mit ihr mitfahren, der sah sich getäuscht. Mit Helm und nostalgischem Verkehrsregelstab setzte sich Tierarzt Dr. Volker Lampe zu der renommierten Fahrerin ins Cockpit.

Unter den Startern war auch ein Team aus Jena - Thomas Peter mit seinem Co-Piloten Clemens Appenroth. Sie waren mit einem 60 Jahre alten Trabant 600 unterwegs.

"Für mich war es ein besonderes Erlebnis, nach 38 Jahren wieder einen Wettkampf mit einem Trabi zu fahren. Nun kenne ich Dank meines Beifahrers sogar auch noch alle Rinder- und Schweineställe der Region.", so Petzold.

Die Tour führte in diesem Jahr mit fünf eingebauten Prüfungen von Stadtroda über den Flugplatz Schöngleina, Eisenberg, Bad Klosterlausnitz, zum Truckstop in Quirla und über die Tälerdörfer zurück ins Ziel.


Das Siegerteam Thomas Seifart und Torsten Gobel.

Dabei gab es die Besonderheit, die Runde in gleicher Zeit noch einmal zu absolvieren. Das gelang dem Team Torsten Gobel und Thomas Seifart aus Saalfeld annähernd gut.

Sie holten völlig überraschend mit ihrem Trabant 601 aus dem Jahr 1990 den Siegerpokal und eine Menge Applaus der Rennkollegen.

Den zweiten Rang fuhren Hartmut Schimmel mit Tochter Paula aus Gera ein und Platz drei holte Ronny Weiland aus Stadtroda.


Freuen kann sich auch das Kinderhospiz Mitteldeutschland, denn alle Erlöse der Rallye kommen der gemeinnützigen Einrichtung zugute. Wie Maik Anders, Vorstandsmitglied der Raiffeisen-Volksbank „Hermsdorfer Kreuz“ eG sagte, wird seine Bank die Spendensumme aufstocken.

Text und Fotos: Dirk Sauerbrey

 

© Jenaer Nachrichten

Entwicklung von formativ.net