Meisterschaft verpasst
2:0 gegen Erfurt: FC Carl Zeiss Jena holt Derbysieg

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Meisterschaft verpasst: Der FC Carl Zeiss Jena holt im letzten Saisonspiel den Derbysieg gegen den FC Rot-Weiß Erfurt mit 2:0 (2:0).
Jena. Eine Stunde durfte der FC Carl Zeiss Jena und seine Fans auf die Meisterschaft hoffen, dann drehte Lok Leipzig das Spiel und der FCC war mit seinem 2:0 „nur noch“ Derbysieger.
Proppenvolles Stadion, nur der Gästeblock blieb leer, dort ein Spruchband „Kein Derby unter diesen Bedingungen“ und ein Stinkefinger als Protest gegen die Auflagen der Stadt Jena.
Ansonsten war alles angerichtet für ein Fußballfest und die Hoffnung auf den Staffelsieg. Jena begann auch offensiv eingestellt und belohnte sich früh.
Timon Burmeister wurde auf der linken Außenbahn angespielt, dribbelte in den Strafraum und vollendete flach ins lange Eck zur 1:0-Führung (10.).
Alle jubelten, außer Kapitän Nils Butzen, der schnell den Ball aus dem Tor holte, wohl wissend, dass vielleicht das Torverhältnis noch eine Rolle spielen könnte.
24. Minute: Jubel macht sich breit im weiten Rund, als die Nachricht von der 1:0-Führung der Magdeburger Zweiten in Leipzig die Runde machte. Und Jena setzte selbst noch einen drauf. Moritz Fritz sorgte für die 2:0-Führung des FCC (29.).

Moritz Fritz trifft in der 29. Minute zum 2:0 für die Zeiss-Elf.
Den dritten Gegentreffer verhinderte RWE-Keeper Lorenz Otto, der gegen Emeka Oduah und den Nachschuss von Kevin Lankford zweimal stark parierte (40.). Der FCC versäumte es, mit einem dritten Tor noch mehr Druck auf Leipzig zu machen.
Bevor in Jena das Spiel wieder angepfiffen wurde, fiel für Lok der Ausgleich, aber wenig später Tor FCM zum 2:1 (49.). Die Zeiss-Elf begann etwas gemächlicher angesichts des (trügerischen) 2:0-Vorsprungs.
Für RWE setzte Obed Ugondu mal ein Warnzeichen der sonst harmlosen Gäste, der Ball ging knapp vorbei (53.). Burmeister hatte die Torchance aus spitzem Winkel, aber Otto machte sich breit (66.).
Als Lok nach einer Stunde Spielzeit innerhalb weniger Minuten das Spiel auf 4:2 drehte, wurde es merklich ruhiger im Jenaer Paradies.
Den FCC-Spielern wurden offensichtlich angesichts der Lok-Führung die Beine schwer, nach vorn ging nicht mehr viel und es blieb beim 2:0.
Zum Schluss sangen die Fans: „Derbysieger, Derbysieger“, die „Spitzenreiter“-Rufe noch zur Pause waren verstummt.
Jena beendet die Saison punktgleich mit Staffelsieger Lok Leipzig auf Platz Zwei. Vor allem die Niederlagen gegen Absteiger Eilenburg und zu Hause gegen Meuselwitz schmerzen nun umso mehr.
Das nächste Spiel des FCC an gleicher Stelle ist das Thüringer Pokalfinale am kommenden Samstag (23. Mai) ab 11:30 Uhr gegen ZFC Meuselwitz.
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FCC: Liesegang - Talabidi (ab 84. Hoppe), Reddemann, Hessel, Butzen, Fritz (ab 84. Werner), Lankford, Schau (ab 63.Weihrauch), Prokopenko (ab 74. Hehne), Burmeister, Oduah (ab 74. Wähling)
RWE: Otto - Dehl, Awoudja, Schwarz (ab 72. Durakov), Boboy, Falcao (ab 87. Chentoufi), Caciel, Wolf (ab 46. Adesida), Assibey-Mensah, Fehler (ab 46. Hajrulla), Ugondu,
Torfolge: 1:0 Burmeister (10.), 2:0 Fritz (29.),
Zuschauer: 13.123
Gelb: Reddemann, Butzen, Liesegang (FCC), Dehl, Adesida, Ugondu (RWE)
Text: Steffen Langbein
Fotos: Thomas Weigel


















