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2:1 im Ostderby

Heimsieg nach 222 Tagen: Jena gewinnt gegen Cottbus

Jenas Phillip Tietz verwandelte in der 77. Minute einen Elfmeter zum verdienten 2 : 1.
Jenas Phillip Tietz verwandelte in der 77. Minute einen Elfmeter zum verdienten 2 : 1. Foto: imago/Jan Huebner

Dem FC Carl Zeiss Jena gelang nach 222 sieglosen Tagen im heimischen Paradies wieder ein Heimsieg. Das Kwasniok-Team gewinnt das Ostderby gegen den FC Energie Cottbus mit 2:1 (1:1).

Jena. Die Zeiss-Elf begann schwungvoll, sehr offensiv. So ergab sich auch bald die erste Torchance. Eine Flanke von René Eckardt köpfte Manfred Starke am kurzen Pfosten knapp neben das Tor (3.). Nur wenig später konnte der FCC-Anhang erstmals jubeln.

Frühe Führung durch Wolfram

Eine Eingabe von links durch Starke gelangte, vom Cottbuser Müller noch abgefälscht zu Maximilian Wolfram, der zum 1:0 einnickte (4.). Doch auch die prallvolle Energie-Fankurve konnte schon bald jubeln, als eine Flanke vom Jenaer Gerlach ins eigene Tor abgelenkt wurde (11.) - 1:1.



Dann etwas Leerlauf im Jenaer Angriffsspiel, Cottbus hielt sich fortan etwas mehr in der Jenaer Hälfte auf. Justin Gerlach blockte einen Schuss Marcelo de Freitas Costa (27.) aus wenigen Metern. Jena später auch mit etwas Glück, als Cottbus im Fünf-Meter-Raum zu zwei-drei Schusschancen aus dem Gewühl heraus kam.

Schiri gibt Treffer nicht

Pech in der 37. Minute für den FCC, „Wembley-Tor“ durch Manfred Starke aus fast 30 Meter (37.). Der Ball sprang von der Latte klar hinter die Linie, aber der Schiri-Assistent hatte es anders gesehen (oder gar nicht). Im Nachsetzen per Kopf scheiterte Tietz an Keeper Rauhut. Im Gegenzug musste Jenas Torhüter Jo Coppens Kopf und Kragen riskieren, um Mambas Sololauf zu stoppen (38.).

Nach der Pause versuchte es Jena mit zwei Fernschüssen, die knapp ihr Ziel verfehlten, Janis Kübler (53.) und Justin Schau (55.). Cottbus hatte auch die ein oder andere Konterchance, ohne Erfolg allerdings.

Elfmeter führte auf Siegerstraße

Erst ein Elfmeter für Jena, der erste in der Kwasniok-Ära, verwandelt durch Phillip Tietz brachte das verdiente 2:1 (77.). Der Rest war Kampf gegen die anstürmende Wollitz-Truppe mit dem ein oder anderen die FCC-Abwehr entlastenden Gegenzug.

Jena überstand auch die vier Minuten Nachspielzeit, mit einer dicken Chance von Hemmerich (90.+2.) und fuhr den ersten Sieg 2019 ein. Der Jenaer Anhang bejubelte den ersten FCC-Heimsieg nach genau 222 Tagen (2:1 gegen Zwickau am 27. August 2018).

Der FCC verbleibt auf dem vorletzten Platz, nun mit 31 Punkten, drei Punkte hinter Cottbus.

Trainerstimmen:

Klaus-Peter Wollitz (Energie): „Ich bin maßlos enttäuscht. Glückwunsch an Jena und meinen Kollegen. Wir bekommen schnell ein vermeidbares 0:1, erzielen mit Glück das 1:1, dann haben wir die erste Halbzeit bestimmt. Der Schiedsrichter hat aus meiner Sicht eine sehr gute Leistung gezeigt, außer zwei Fehlern.

In der ersten Halbzeit war der Ball von Starke hinter der Linie, wir haben uns von der danach aufkommenden Hektik anstecken lassen. Den Elfmeter kann man nicht geben. Unsere zweite Halbzeit war trotzdem nicht gut, es hat an allem gefehlt, da hat man keinen Anspruch zu gewinnen. Es ist sehr, sehr schade und nervt mich auch.“

Lukas Kwasniok (FCC): „Das war eine treffende Analyse. Wir sind die ersten 10–12 Minuten sehr gut ins Spiel gekommen. Nach dem 1:1 kippte das Spiel komplett, wir hatten Zugriffsprobleme. Was ich imposant fand, dass meine Mannschaft nach dem nicht gegebenen Tor gleich nachgefasst hat im direkt danach folgenden Gewühl.

Trotzdem sind wir mit einem guten Gefühl in die Halbzeitpause gegangen. Aufgrund der zweiten Hälfte und eines schmeichelhaften Elfmeters haben wir uns dann das Glück, was in den letzten Wochen gefehlt hat, und den Sieg verdient.“

Jena: Coppens - Grösch, Gerlach, Florian Brügmann (ab 82. Eismann). Eckardt, Kübler, Volkmer, Starke (ab 75. Bock), Schau, Wolfram (ab 75. Fel. Brügmann), Tietz

Cottbus: Rauhut (ab 46. Spahic) - Matuwila, Weidlich, Viteritti (ab 64. Hemmerich), Mamba, Holthaus, de Freitas Costa, Müller, Kruse (ab 80. Bender), Gjasula, Rangelov

Tore: 1:0 Wolfram (4.), 1:1 Gerlach (11./ Eigentor), 2:1 Tietz (77./ Foulelfmeter)

Zuschauer: 6.284

Text: Steffen Langbein

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