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Aus für Justien Odeurs

1:4 in Potsdam: Jena verliert Spiel und Torhüterin

Nach einer sehenswerten Flugabwehr landete Jenas Torhüterin Justien Odeurs auf dem Arm und konnte wegen starken Schmerzen nicht weiterspielen.
Nach einer sehenswerten Flugabwehr landete Jenas Torhüterin Justien Odeurs auf dem Arm und konnte wegen starken Schmerzen nicht weiterspielen.
Foto: Steffen Langbein
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Der FF USV Jena hat zum Saisonstart eine deutliche Niederlage kassiert. Im Ostderby mussten sich die Thüringerinnen vor 1.980 Zuschauern gegen Turbine Potsdam mit 4:1 (1:0) geschlagen geben.

Potsdam/Jena. Die Anreise nach Potsdam war schon mit Hindernissen gespickt. Den Stau auf der A9 konnte der Mannschaftsbus des FF USV glücklicherweise noch rechtzeitig umfahren. Zwei USV-Fanbusse erreichten erst 20 Minuten nach Spielbeginn ins Stadion. Da stand es noch torlos, das Spiel war in der ersten halben Stunde auch ausgeglichen.

Die Jenaerinnen standen in der ersten Halbzeit lange Zeit defensiv sehr gut. Foto: Steffen Langbein Dann fiel USV-Keeperin Justien Odeurs bei einer Abwehraktion unglücklich auf die Schulter. Mit schmerzverzerrtem Gesicht und unter dem aufmunterndem Applaus von USV- und Turbine-Fans musste sie ausgewechselt werden. Die genaue Diagnose werden weiterführende Untersuchungen zeigen.

Die junge Stina Johannes musste mit Kaltstart ins Tor und „hat das gut gemacht“, lobte Trainerin Katja Greulich. Trotzdem nutzten die Turbinen den leichten Schockzustand der Thüringerinnen und erzielten durch Bianca Schmidt die 1:0-Führung (43.).

Die nächste kalte Dusche bei sonnigem Wetter gab es direkt nach dem Seitenwechsel, als Nationalspielerin Svenja Huth schnell das 2:0 erzielte (46.). Aber die Antwort ließ nicht lange auf sich warten. Karoline Heinze erzielte mit einem satten Volleyschuss ins linke obere Eck den schnellen Anschlusstreffer (48.).

Im weiteren Spielverlauf erspielte sich Potsdam aber mehr Spiel- und Chancenanteile. Jena kam nur noch zu wenig Entlastung nach vorn, hielt aber das Spiel bis in die Schlussphase offen. Durch einen Doppelschlag in den letzten Spielminuten kam der Dritte der Vorsaison doch noch zu einem klaren Heimsieg. Jena verkaufte sich aber mit vielen Neuzugängen zum Saisonstart nicht schlecht.

Nächsten Samstag wartet ab 14:00 Uhr die erste Heimaufgabe auf den FF USV Jena. Gegen Aufsteiger Werder Bremen „ist unser Ziel drei Punkte“, so die Trainerin.

Trainerstimmen:

Katja Greulich (Jena): „Glückwunsch an Potsdam zum verdienten Sieg. Wir haben das 0:0 lange gehalten, bis zu der unglücklichen Situation, die uns vielleicht noch lange verfolgen wird. Leider fiel dann doch noch das 0:1 vor der Pause. Als wir gestärkt aus der Halbzeit kamen, schwupps fiel das 0:2. Durch den schnellen Anschlusstreffer konnten wir das Spiel aber lange offen halten, die individuelle Klasse von Potsdam setzte sich dann durch. Das dritte und vierte Tor taten extrem weh. Aber wir werden uns weiter verbessern.“

Matthias Rudolph (Potsdam): „Wir sind froh, dass wir gewonnen haben. In der ersten Halbzeit waren wir aber zu fahrig und nervös. Wir haben auch zu viele Torchancen zugelassen. Glücklicherweise machen wir das erste Tor. In der zweiten Hälfte wurden viele Torchancen heraus gespielt, auch unsere Wechsel brachten mehr Schwung ins Spiel.“

Turbine: Schmitz - Elsig, Kellond-Knight, Huth, Cramer, Wälti, Ilestedt, Chmielinski (ab 80. Ehegötz), Rauch (ab 65. Gasper), Schmidt (ab 46. Siems), Kemme,

FF USV: Odeurs (ab 39. Johannes) - Woeller, Utes, Rieke (ab 64. Bott), Pietrangelo, Sedlackova, Heinze, King (ab 75. Seiler), Graf, Zigic,

Torfolge: 1:0 Schmidt (43.), 2:0 Huth (46.), 2:1 Heinze (48.), 3:1 Huth (86.), 4:1 Gasper (88.),

Zuschauer: 1.980

Text: Steffen Langbein