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beim Vizemeister

1:3 beim VfL Wolfsburg: Jenas FCC-Frauen verlieren spät

Jenas Josephine Bonsu (l.) im Zweikampf gegen die Wolfsburgerin Joelle Wedemeyer.
Jenas Josephine Bonsu (l.) im Zweikampf gegen die Wolfsburgerin Joelle Wedemeyer.
Foto: Hannes Anger/FCC
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Stark gekämpft, spät geschlagen: Frauen des FC Carl Zeiss Jena verlieren 1:3 beim Vizemeister VfL Wolfsburg.

Jena. Nach dem 1:4 zum Saisonauftakt gegen Hoffenheim hatten es die Frauen des FC Carl Zeiss Jena mit dem nächsten hochkarätigen Gegner zu tun: Im AOK-Stadion wartete Vizemeister VfL Wolfsburg.


Jena wollte es den Wölfinnen möglichst schwer machen, in Tornähe zu gelangen. Der VfL hatte zwar viel Ballbesitz, kam jedoch zunächst zu keiner nennenswerten Torchance – bis zur 22. Minute.

Da köpfte Alexandra Popp an den rechten Pfosten, von dem der Ball an den linken sprang und schließlich in den Armen von Hannah Etzold landete. Danach erhöhte Wolfsburg den Druck auf das FCC-Tor.


Caitlin Dijkstra traf den Ball aus kurzer Distanz nicht richtig – Glück für Jena (35.). Dafür war Nationalspielerin Janina Minge zur Stelle: Sie jagte eine Kielland-Flanke volley unter die Querlatte zum 1:0-Halbzeitstand (42.).

Aus der Pause kamen die Gäste mutiger in der Offensive. Toma Ihlenburg, diesmal Spielführerin für Merza Julevic, verfehlte per Kopf nur knapp das Tor (47.).

Besser machte es Isabella Jaron, die im Strafraum Dijkstra mit einem Haken stehen ließ und ins lange Eck zum 1:1 vollendete (56.).


Jubel über den 1:1-Ausgleich von Isabella Jaron. Foto: Hannes Anger/FCC

MagentaSport-Kommentator Martin Piller sprach während der Übertragung etwas an, das wohl viele – nicht nur in Jena – dachten:


Das Auftaktprogramm der FCC-Frauen mit Hoffenheim, Wolfsburg, Bayern auswärts, Union zu Hause und danach Frankfurt sei „eigentlich fast eine Frechheit“.


Weiter sagte er: „Wer sich das ausgedacht hat, der muss etwas persönlich gegen Jena haben.“

Auch mit seiner Einschätzung zur Spielweise lag der Kommentator richtig: „Das ist eine sehr disziplinierte Spielweise der Jenaerinnen.“

Trotz spielerischer Überlegenheit kam Wolfsburg kaum zu wirklich gefährlichen Abschlüssen.


Doch dann traf der VfL doch noch: Eine Flanke von Svenja Huth nahm Cora Zicai direkt, der Ball wurde abgefälscht und landete im Netz – 2:1 (82.).

Damit war „die Luft raus“, und Lineth Beerensteyn nutzte einen Abwehrfehler des FCC zum 3:1-Endstand (87.).


Am kommenden Samstag (20. September, 14:00 Uhr) empfängt Meister Bayern München die Jenaerinnen.

Wolfsburg: Johannes – Wedemeyer (ab 75. Bjelde), Dijkstra, Küver, Levels, Kielland (ab 76. Beerensteyn), Minge, Endemann (ab 67. Peddemors), Huth, Zicai (ab 88. Pujols), Popp

Jena: Etzold – Juckel, Sträßer, Ihlenburg, Schmid, Bonsu, Reske (ab 73. Margraf), Gentile, Gora (ab 65. Andersson), Tietz (ab 87. Haering), Jaron

Tore: 1:0 Minge (42.), 1:1 Jaron (56.), 2:1 Zicai (82.), 3:1 Beerensteyn (87.)

Zuschauer: 3.420

Text: Steffen Langbein