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Zivilcourage zeigen

Fanprojekt Jena organisiert Streetsoccer-Turnier gegen Rechts

Fanprojekt Jena
Fanprojekt Jena Foto: Michael Baumgarten

Die Vereine „Hintertorperspektive“, „Tifo“ und „Fanprojekt Jena“ laden am 30. Oktober 2014 auf dem Gelände und in Zusammenarbeit mit dem Gymnasium Kahla zu einem Streetsoccer-Turnier ein. Die Organisatoren wollen mit dieser Veranstaltung zu Zivilcourage gegen Rechts aufrufen.

Jena. Ab etwa elf Uhr wird die Streetsoccer-Anlage auf dem Gelände stehen - ab 13 Uhr findet dann ein Turnier statt, welches etwa bis 17 Uhr geplant ist. Des Weiteren sind ein Graffitiworkshop und Infostände zu verschiedenen Themen angedacht oder man nimmt sich den Raum und die Zeit, um einfach etwas zuzuschauen oder mit anderen ins Gespräch zu kommen.

In den letzten Monaten und Jahren haben es die NPD und andere Rechtsextreme geschafft, sich in Kahla und der Umgebung ein bürgernahes Antlitz zu verschaffen und gerade Jugendliche für ihre Zwecke zu gewinnen. Mit dem Erwerb der Burg 19 ist ein rechtsextremes Zentrum im Stadtkern entstanden, welches sowohl als Wohnraum, als auch für Konzerte und Vorträge genutzt wird.

Nach dem Auffliegen der Terrorzelle NSU und der Sperrung des „Braunen Hauses“ in Jena haben die Rechtsextremen ihren Fokus nun verstärkt auf Kahla gelegt. Die Ergebnisse der letzten beiden Wahlen scheinen ihnen Recht zu geben.

Es ist an der Zeit, gerade für junge Leute, Zivilcourage und Mut zu zeigen, dass Kahla kein Ort ist, wo man als andersdenkender und anders aussehender Mensch in Angst vor rechter Gewalt leben muss. Dabei möchten wir die Jugendlichen unterstützen.

Deshalb rufen wir zu diesem Turnier auf und betonen bewusst den offenen Charakter der Veranstaltung. Der Spaß am Spiel und die miteinander verbrachte Zeit stehen genauso im Vordergrund, wie Fair-Play und Rücksichtnahme auf Andere.

Pro Team spielen immer drei Leute (gern auch Mixed-Teams) auf dem Feld - natürlich können auch noch Auswechselspieler das Team erweitern. Die Spielzeit richtet sich danach, wie viele Mannschaften sich anmelden, beträgt aber in der Regel zwischen fünf und zehn Minuten. Die Schlechtwettervariante würde dann in der Turnhalle des Gymnasiums stattfinden, die Zeiten bleiben bestehen.

Anmeldungen bitte per mail an kontakt@hintertorperspektive oder per facebook. Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.

Text: Christian Helbig

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