Am historischen Datum
Klares Nein aus Jena: Jugendliche protestieren gegen die Wehrpflicht

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Klares Nein aus Jena: Etwa 600 Schülerinnen und Schüler protestierten gegen neue Wehrdienstpläne.
Jena. Mit deutlichen Worten und starker Präsenz haben am Freitag rund 600 Schülerinnen und Schüler in Jena gegen die mögliche Rückkehr der Wehrpflicht protestiert.
Zum dritten Mal in diesem Jahr verließen Jugendliche den Unterricht – und machten klar, dass sie das neue Wehrdienstgesetz als Angriff auf ihre Zukunft verstehen.
Der Protest fand nicht zufällig am Jahrestag der Kapitulation Nazi-Deutschlands statt. Die Organisatoren setzten diesen historischen Bezug bewusst:
ein Tag, an dem an das Ende eines verheerenden Krieges erinnert wird – und an dem jungen Menschen heute davor warnen, erneut in militärische Strukturen gedrängt zu werden.
Bereits um 11 Uhr füllte sich der Holzmarkt zur Kundgebung. Von dort zog der Demonstrationszug entschlossen durch die Innenstadt.
Hunderte junge Menschen protestieren gegen die Wehrpflicht. Foto: Baumgarten/JENPICTURES
Transparente mit klaren Botschaften, Sprechchöre wie „Nie wieder Wehrpflicht!“ und „Nie wieder Krieg!“ – der Ton war unmissverständlich.
Die Jugendlichen kritisierten, dass seit Jahresbeginn junge Männer ab Jahrgang 2008 verpflichtend gemustert werden sollen und bereits Fragebögen der Bundeswehr erhalten haben. Frauen bleiben von dieser Pflicht ausgenommen.
Die Demonstrierenden sehen darin einen Schritt zurück in alte Muster, den sie nicht akzeptieren wollen.
Ihr Signal an die Politik: Die Wehrpflicht mag auf dem Papier stehen – doch die Zustimmung der jungen Generation hat sie nicht.
Text: Jana Baumgarten
Fotos: Baumgarten/JENPICTURES


















