neue Aussichtsplattform
Nach 30 Jahren Sanierung: Lobdeburg in Jena feierlich wiedereröffnet

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Die Lobdeburg in Jena nach fast 30 Jahren Sanierung feierlich wiedereröffnet.
Jena. Die jahrzehntelang als Sorgenkind der Jenaer Denkmalpflege geltende Lobdeburg ist zurück:
Nach fast 30 Jahren Sanierung wurde die mittelalterliche Burgruine am vergangenen Freitag feierlich an die Stadt übergeben und für Besucherinnen und Besucher wieder geöffnet.
Die Burg, deren Ursprünge bis ins 12. Jahrhundert zurückreichen und die als Stammsitz der Begründer Jenas gilt, präsentiert sich nun als bedeutendes Zeugnis regionaler Geschichte.
Ein Goethe‑Zitat auf einem großen Banner erinnert an die Faszination, die der Dichter einst für die Anlage empfand.
Längstes Sanierungsprojekt der Stadt abgeschlossen.
Seit 1997 wurde an der Ruine geforscht, gesichert und restauriert. Archäologische Grabungen, statische Arbeiten und die Aufarbeitung des Mauerwerks machten das Projekt zu einem der umfangreichsten der jüngeren Stadtgeschichte.
Eine neue Aussichtsplattform eröffnet nun einen weiten Blick über das Saaletal.
„Die Lobdeburg ist ein Ort erlebbarer Geschichte“, sagte Beate Wachenbrunner von der Kommunalen Immobilien Jena. „Endlich steht dieser besondere Ort wieder allen offen.“
Ritterschlag für den Oberbürgermeister
Jenas Oberbürgermeister Thomas Nitzsche wurde von Hans‑Jürgen Domin vom Verein Lobdeburg‑Gemeinde zum Ritter geschlagen.
Für einen besonderen Moment sorgte der Verein Lobdeburg‑Gemeinde: Vorsitzender Domin schlug Oberbürgermeister Thomas Nitzsche feierlich zum Ritter – eine seltene Ehrung, die das Publikum mit großem Applaus aufnahm.
Kulturelles Highlight kehrt zurück
Musikalisch begleitet von Bläsern wurde die Burg als Teil der europäischen Kulturroute „Transromanica“ neu eingeweiht.
Mit der Wiedereröffnung gewinnt Jena nicht nur ein touristisches Ziel zurück, sondern auch ein Stück mittelalterlicher Identität, das nun wieder sichtbar und begehbar ist.
Text: Susann Schmidt
Fotos: Thomas Paasch


















