3.036 ohne Job

Ukraine-Krise: Arbeitslosigkeit in Jena steigt weiter

Die Agentur für Arbeit in der Stadtrodaer Straße 1 in Jena.
Die Agentur für Arbeit in der Stadtrodaer Straße 1 in Jena.
Foto: Ben Baumgarten/Archiv
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Ukraine-Krise erreicht Arbeitsmarkt: Die Zahl der Arbeitslosen in Jena ist im Juli untypisch weiter gestiegen. Derzeit sind 3.036 Menschen in der Saalestadt ohne Job.

Jena. Die Arbeitslosigkeit ist im Juli um 266 auf 3.036 gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es 138 Arbeitslose weniger.

Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen betrug im Juli 5,3 Prozent; vor einem Jahr hatte sie sich auf 5,6 Prozent belaufen.


Im Juli meldeten sich 822 Personen (neu oder erneut) arbeitslos, das waren 310 mehr als vor einem Jahr. Gleichzeitig beendeten 558 Personen ihre Arbeitslosigkeit, 35 weniger als im Juli 2021.

Seit Jahresbeginn gab es 4.218 Zugänge von Arbeitslosen, gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist das ein Zuwachs von 258 Meldungen. Dem gegenüber stehen 3.915 Abmeldungen von Arbeitslosen, im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ist das eine Abnahme von 35 Abmeldungen.


Im Juli meldeten sich 225 zuvor erwerbstätige Personen arbeitslos, 16 mehr als vor einem Jahr. Durch Aufnahme einer Erwerbstätigkeit konnten in diesem Monat 172 Personen ihre Arbeitslosigkeit beenden, 62 weniger als vor einem Jahr.

70,6 Prozent der Arbeitslosen werden in Jena durch das Jobcenter betreut. Das waren im Juli 2.144 Personen, 194 mehr als im Juni, aber 109 Personen (-14,7 Prozent) weniger als vor einem Jahr.


Bedarfsgemeinschaften

Bei der jenarbeit waren 3.384 Bedarfsgemeinschaften registriert, 30 (0,9 Prozent) mehr als vor einem Jahr. 4.379 Menschen bezogen Arbeitslosengeld II, 129 Personen (+ 3,0 Prozent) mehr als im Vorjahr.


Im Juli waren 1.063 Arbeitsstellen gemeldet, gegenüber Juni ist das ein Rückgang von 7 oder 1 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es 9 Stellen weniger (–1 Prozent).

Arbeitgeber meldeten im Juli 176 neue Arbeitsstellen, das waren 59 oder 25 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Seit Jahresbeginn sind damit 1.554 Stellen eingegangen, das ist eine Abnahme gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 49 oder 3 Prozent.

Zudem wurden im Juli 176 Arbeitsstellen abgemeldet, 1 oder 1 Prozent weniger als im Vorjahr. Von Januar bis Juli gab es insgesamt 1.638 Stellenabgänge, im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ist das ein Zuwachs von 211 oder 15 Prozent.

Quelle: Agentur für Arbeit

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