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Reiseimpfungen rechtzeitig vornehmen

Reiseimpfungen rechtzeitig vornehmen
Reiseimpfungen rechtzeitig vornehmen Foto: Andreas Morlok/pixelio.de


In gut zwei Monaten beginnen in Thüringen die Sommerferien: höchste Zeit, sich reisemedizinisch beraten zu lassen - auch in punkto Impfungen. Eine Überprüfung und ggf. Ergänzung des Impfschutzes ist dabei nicht nur für Fernreisende nach Afrika oder Asien empfehlenswert. Schon für den Badeurlaub am Mittelmeer, ja selbst bei einer Reise im Inland können zusätzliche Immunsierungen sinnvoll sein. Thüringens Apothekerinnen und Apotheker wissen, worauf es beim Reiseimpfschutz ankommt.



Jena. Sie sind mit das wichtigste „Reisegepäck“ und werden dennoch oft vergessen: Schutzimpfungen gegen ansteckende Krankheiten von Hepatitis A bis Zecken-FSME. „Sechs Wochen vor Reiseantritt sollte mit den nötigen Impfungen begonnen werden, denn bei einigen Impfstoffen dauert es geraume Zeit, bis der Impfschutz vollständig aufgebaut ist“, empfiehlt Apotheker Danny Neidel, Pressesprecher der Region Jena.

Schlechte Aussichten also für Last-Minute-Urlauber? Neidel verneint: „In vielen Fällen gibt es auch noch wirksame Möglichkeiten der kurzfristigen Immunisierung.“ Das gilt insbesondere für die Auffrischung der in Deutschland empfohlenen Regelimpfungen z.B. gegen Tetanus, Diphtherie und Polio: „Sie sind sogar noch am Tag der Abreise möglich“, weiß der Apotheker.

Besser aber ist es, rechtzeitig einen Blick in den Impfausweis zu werfen - gemeinsam mit dem Arzt oder Apotheker: „Eine bevorstehende Urlaubsreise“, betont Neidel, „ist ein guter Anlass, den Status aller bei uns üblichen Standard-Immunisierungen zu überprüfen. Das gilt auch für vermeintliche ‚Kinderkrankheiten‘ wie Mumps, Masern, Röteln und Keuchhusten, weil sie für Erwachsene ebenfalls erhebliche Risiken bergen können.“

Welche Impfungen darüber hinaus sinnvoll oder notwendig sind, hängt von der Art des Urlaubs und vom Reiseziel ab. „Da in manchen Ländern bestimmte Impfungen vorgeschrieben sind, sollte man sich hier unbedingt rechtzeitig informieren“, rät Neidel. Und das geht auch ohne Arzttermin: „Eine umfassende reisemedizinische und Reiseimpfberatung bietet die Mehrzahl der Apotheken in Thüringen an.“ Grundsätzlich empfehlenswert sind je nach Reiseart und -ziel folgende Zusatzimmunisierungen:


Hepatitis A gilt je nach Reiseziel als Impfempfehlung für verschiedene europäische sowie zahlreiche tropische und subtropische Länder.

Hepatitis B wird für Risikogruppen weltweit empfohlen, vor allem aber bei Reisen in Entwicklungsländer. Die Ansteckung erfolgt durch Blut- oder Sexualkontakte, wobei Ersteres aber auch schon bei einem Klinikaufenthalt passieren kann.

Gegen Typhus sollten sich alle Rucksack- und Langzeitreisende im außereuropäischen Ausland schützen. Eine oft unterschätzte Gefahr, vor allem für Wander- und Outdoor-Urlauber, ist die durch Tierbisse übertragene Tollwut. Sie droht Reisenden auf fast allen Kontinenten, sogar in Mitteleuropa. Nicht oder zu spät behandelt, verläuft die Krankheit fast immer tödlich, eine Impfung ist daher sinnvoll.

Für Ziele innerhalb Europas (auch Mittel- und Nordeuropa) aber auch in einigen Regionen Deutschlands ist die Impfung gegen FSME empfehlenswert, Ägyptenreisende sollten sich gegen Meningokokken-Meningitis schützen, Asientouristen gegen Japanische Encephalitis.

Eine Gelbfieber-Impfung sollten Reisende mit Zielen in Afrika sowie in Mittel- und Südamerika vornehmen (ist von manchen Ländern bei der Einreise und/oder Ausreise vorgeschrieben).

Gegen Malaria ist keine Impfung möglich, wohl aber eine medikamentöse Prophylaxe oder die Eigenbehandlung im Notfall, die sogenannte "Stand-by-Therapie". Zusätzlich sollten sich Reisende in tropischen Gefilden durch entsprechende Kleidung, Netze und geeignete Mückenabwehrmittel schützen.


Doch selbst wenn man durch Impfungen gegen Schlimmeres gefeit ist: verderben können den Urlaub auch schon Durchfall oder Kopfschmerzen. Mit einer entsprechend bestückten Reiseapotheke ist man hier für alle Fälle gerüstet. Bei der Zusammenstellung ist das pharmazeutische Apothekenpersonal gerne behilflich.

Thüringens Apothekerinnen und Apotheker wünschen einen erholsamen Urlaub und eine gesunde Rückkehr!


Text: Landesapothekerkammer Thüringen
Foto: Andreas Morlok/pixelio.de

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