Anzeige
JN-Ratgeber

Tipps für eine gesunde Körperhaltung

Wer viel am Schreibtisch arbeitet, leidet häufig unter Rückenschmerzen.
Wer viel am Schreibtisch arbeitet, leidet häufig unter Rückenschmerzen. Foto: Cornelia Menichelli/pixelio.de

Wer viel am Schreibtisch arbeitet, leidet häufig unter einer schlechten Körperhaltung und Rückenschmerzen. Es gibt jedoch einige Tipps, die helfen, diese vorzubeugen.

Jena. In Deutschland arbeiten rund 18 Millionen Menschen regelmäßig am Computer. Diese statische und sitzende Tätigkeit wirkt sich deutlich auf die Gesundheit aus: Schäden an Wirbelsäule, Muskeln, Nerven und inneren Organen können die Folge sein. Glücklicherweise lässt sich ihnen mit einigen einfachen Maßnahmen vorbeugen.

Ungesunde Haltung am Schreibtisch

Einseitige körperliche Belastung führt dazu, dass bestimmte Muskelgruppen verkümmern, sich verhärten oder verkürzen. Symptomatisch für eine schlechte Sitzhaltung sind verkürzte Bauch- und Brustmuskeln, eine verhärtete Nacken- und eine schwache Rückenmuskulatur.

Langfristig kann dadurch ein Rundrücken entstehen, der weitere gesundheitliche Auswirkungen hat: Verspannte und verhärtete Muskeln verursachen Kopf- und Nackenschmerzen und drücken auf die umliegenden Nerven. Eine solche Fehlhaltung kann übrigens schon bei regelmäßiger Handynutzung entstehen: Der „Handynacken“ mit allen dazugehörigen Symptomen zeigt sich insbesondere in der Generation der Millennials.

Eine schlechte Haltung wirkt sich auch auf die inneren Organe aus: Speiseröhre, Magen und Darm werden zusammengedrückt und in ihrer Funktion beeinträchtigt. Das kann zu Verdauungsproblemen führen. Die Lunge kann sich nicht vollständig dehnen, die Atmung wird flacher. Das Blut enthält folglich weniger Sauerstoff, Konzentration und Leistungsfähigkeit verringern sich.

Vorteile einer gesunden Körperhaltung

Die Körperhaltung wirkt sich nicht nur auf Muskeln und Organe aus; auch die Psyche wird von der Körperhaltung beeinflusst. Eine aufrechte Haltung unterstützt eine positive Selbstwahrnehmung und eine tiefere Atmung: Der Körper entspannt sich, Stresshormone werden abgebaut.



Nicht zuletzt ist die Körperhaltung auch ein kommunikatives Signal. Wer entspannt ist und sich in seinem Körper wohlfühlt, strahlt das auch aus. Eine gerade Haltung zeugt von Offenheit, Selbstsicherheit und Kompetenz.

Eine selbstbewusste und moderne Frisur oder ein hoher Pferdeschwanz bringen den aufrechten Gang, den geraden Hals und die gehobene Kinnlinie besonders gut zur Geltung.

Eine gesunde Körperhaltung: So geht’s

Wer viel am Schreibtisch arbeitet, sollte der Rückengesundheit zuliebe öfter die Haltung wechseln, indem er sich immer mal wieder ein bisschen anders hinsetzt. Kleine Bewegungseinheiten zwischendurch sind sinnvoll, um die Muskeln zu lockern und zu dehnen.

Stuhl- und Tischhöhe sollten so aufeinander abgestimmt sein, dass die Wirbelsäule ihre natürliche Krümmung einnehmen kann: Das Becken kippt dabei leicht nach vorne, die Oberschenkel fallen zum Knie hin leicht ab und beide Füße stehen auf dem Boden. Arme und Beine bilden einen entspannten 90-Grad-Winkel.

Beim Gehen sollten Hals und Kopf möglichst aufrecht gehalten und der Blick geradeaus gerichtet sein. Die Füße rollen im besten Fall vollständig ab: Sehr hohe Absätze oder einengende Schuhe sollten daher nach Möglichkeit vermieden werden. Eine schwere Umhängetasche wechselt man regelmäßig auf die andere Schulter.



Für lange Wege ist ein ergonomischer Rucksack mit guter Lastenverteilung am komfortabelsten. Im Stehen eignet sich diese Visualisierung, um eine möglichst aufrechte Haltung einzunehmen: Am Kopf befindet sich eine Schnur, die den Körper leicht nach oben zieht.

Das Körpergewicht ist gleichmäßig auf beide Beine verteilt, die Knie sind ein wenig gebeugt und die Schultern leicht nach hinten gezogen. Diese Haltung öffnet den Brustkorb, sodass die Atmung tiefer wird.

Ein Stimmungsheber für zwischendurch ist diese kleine Übung: Schulterbreit stehen und mit geradem Rücken den Kopf nach oben strecken. Die Hände in die Hüften, tief einatmen, lächeln. Diese „Power Position“ kann vor einem wichtigen Termin, einem Vorstellungsgespräch oder einer Präsentation zu einer selbstbewussteren Ausstrahlung verhelfen.

Text: Susann Schmidt

Anzeige Anzeige
 
 
Anzeige Anzeige
 
Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Ok