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Lösung im Einvernehmen

Lothar König: Verfahren gegen Jenaer Jugendpfarrer eingestellt

Ende im Verfahren um Jenas Jugendpfarrer Lothar König.
Ende im Verfahren um Jenas Jugendpfarrer Lothar König. Foto: Michael Baumgarten

Lothar König zeigt sich erleichtert über das Ende des Strafverfahrens. Dass er eine Geldstrafe zahlen muss, ist für ihn legitim, da hier beide Seiten einen Schritt aufeinander zugehen mussten. Auch räumt der mögliche Fehler ein, die zu einem solchen Aufruhr über die Ereignisse im Februar 2011 geführt hatten.

Jena. In Dresden hatte der Jugendpfarrer bei einer Demontration gegen rechts teilgenommen und soll im Zuge dieser zu Gewalt gegen Polizisten aufgerufen haben. Er wird wegen schweren Landfriedensbruchs angeklagt. Bis heute konnte dem 60-Jährigem eine solche Tat nicht nachgewiesen werden, König selbst behauptete immer, er hätte versucht, die Demonstranten zu beruhigen.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Dresden wurde das Verfahren nun eingestellt. Lothar König zahlt nun im gegenseitigen Einvernehmen 3.000 Euro, welche in den Justizfiskus des Freistaates Sachsen und zur Hälfte in den Evangelisch-Lutherischen Kirchenbezirk in Dresden Mitte fließen. Die Gerichtskosten übernimmt das Land Sachsen.

Als Grund für die Zustimmung einer solchen Regelung gibt König in einer Pressemitteilung der Verteidigung christliche Werte und den Wunsch nach einem versöhnlichem Ausgang an: „Motiv für die Zustimmung des Angeklagten ist, daß er aufgrund christlicher Überzeugung nach der langen Phase des Haders und des Streits, unter der nach seiner Wahrnehmung nicht nur er gelitten hat, einen Beitrag zum Rechtsfrieden leisten will.

Jurisdiktion ist Menschenwerk, das fehlsam ist. Der Angeklagte läßt sich bei seiner Entscheidung von seinem umfassenden seelsorgerischen Auftrag leiten, mit dem er sein gesamtes Leben verbindet. Mit diesem Auftrag ist ein versöhnlicher Abschluss eines für alle Beteiligten massiv belastenden Ereignisses besser zu vereinbaren als „Rechthaberei“, die in diesem Falle die Suche nach irdischem Recht-Behalten wäre, obschon die Geschichte über die Ereignisse am 19. 2. 2011 – Gott sei Dank – längst hinweggegangen ist.“

Text: Julia Matthes

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