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EU-Bürgerdialog

Merkel in Jena: „Europa ist ein Schatz“

Im „EU-Bürgerdialog“ stellt sich am Dienstag Bundeskanzlerin Angela Merkel in Jena den Bürgerfragen.
Im „EU-Bürgerdialog“ stellt sich am Dienstag Bundeskanzlerin Angela Merkel in Jena den Bürgerfragen. Foto: Michael Baumgarten

In Jenas Imaginata absolvierte am heutigen Dienstag Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) den „EU-Bürgerdialog“ in Thüringen. Routiniert, kenntnisreich und nur begrenzt herausgefordert.

Jena. Ort des Treffens mit dem deutschen Bürger, dem die Richtlinienkompetenz der bundesdeutschen Politik zusteht, ist die Imaginata. „Mit Vorstellungskraft die ganze Welt umspannen“ wirbt das in Thüringen einmalige Experimentarium für ausgewählte naturwissenschaftliche Phänomene.

Nun, die ganze Welt sollte am heutigen Dienstagnachmittag nicht abgehandelt werden. Der „EU-Bürgerdialog“ mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) stand an. Am 7. Mai in Berlin gestartet, war der 14. August den Thüringern vorbehalten. Die unter den bei OTZ und TLZ eingegangenen 400 Bewerbungen ausgelosten 70 Bürger konnten ihre Fragen zu Europa stellen.

Aufgeräumt und erholt, so der Eindruck zum ersten öffentlichen Auftritt nach ihrem Sommerurlaub, erschien die 64-Jährige in der Saalestadt. Doch schwer haben es die Fragesteller der Kanzlerin, der in den vergangenen Monaten von großen Medien eine „Götterdämmerung“ attestiert wurde, auch nicht gemacht.



Aggressivität kam im von Tilmann Schöberl (Bayerischer Rundfunk) moderierten Bürgerdialog nicht auf. Niemand wollte auf Merkels permanentes Abgehen von einst heiligen Werten eingehen, auf einsam gefasste fundamentale Entschlüsse, auf konkrete Folgen für die Deutschen.

Europa und der Alltag eines deutschen Europäers: Der zukünftige Landwirt wollte Fragen beantwortet bekommen, ebenso die Betreiberin einer Pflegefirma, der Polizeibeamte wie die Ausländerbeauftragte oder die frühere Lehrerin.



Nicht ein Thema wurde von Bürgern angesprochen, bei dem Merkel hätte passen müssen. Umweltschutz, Brexit, Flüchtlingsströme, EU-Regeln, Kindergeldzahlungen ins Ausland, Pkw-Maut, Protestbewegungen, Merkel zeigte sich den Fragestellern stets gewachsen.

Ihre konkreten Aussagen mischte die Regierungschefin immer wieder mit Bekenntnissen zu Europa. „Ich kann nur raten, Europa als Schatz zu begreifen“, warb sie generalisierend für den europäischen Einheitsgedanken. 

Text: Andreas Wentzel
Fotos: Michael Baumgarten


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