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Uniklinikum Jena

Forschungs-Preis für Jenaer Kinderradiologin

PD Dr. Diane Renz, Oberärztin an der Sektion Kinderradiologie am Universitätsklinikum Jena (UKJ), erhält als erste Kinderradiologin den Arthur-Schlossmann-Preis der Sächsisch-Thüringischen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin und Kinderchirurgie e.V.
PD Dr. Diane Renz, Oberärztin an der Sektion Kinderradiologie am Universitätsklinikum Jena (UKJ), erhält als erste Kinderradiologin den Arthur-Schlossmann-Preis der Sächsisch-Thüringischen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin und Kinderchirurgie e.V. Foto: Anna Schroll/UKJ

Würdigung für besondere wissenschaftliche Leistung: Kinderradiologin Dr. Diane Renz vom Uniklinikum Jena erhält Forschungs-Preis.

Jena. PD Dr. Diane Renz, Oberärztin an der Sektion Kinderradiologie am Universitätsklinikum Jena (UKJ), wurde für ihre Forschungsarbeit zur Verträglichkeit von Magnetresonanz (MR)-Kontrastmitteln bei Kindern und Jugendlichen mit dem Arthur-Schlossmann-Preis der Sächsisch-Thüringischen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin und Kinderchirurgie e.V. ausgezeichnet.

Sie ist die erste Kinderradiologin, die den mit 1.500 Euro dotierten Preis erhält. Der Preis würdigt jährlich besondere wissenschaftliche Leistungen auf dem Gebiet der Kinder- und Jugendmedizin.

Kontrastmittel werden bei magnetresonanztomografischen Untersuchungen eingesetzt, um etwa die Durchblutung von entzündlichen Veränderungen oder Tumoren zu beurteilen. Die aus der Substanz Gadolinium bestehenden MR-Kontrastmittel werden je nach ihrer chemischen Struktur in zwei Untertypen eingeteilt – die weniger stabilen linearen und die stabilen makrozyklischen Substanzen.

„Für erwachsene Patienten wurde nachgewiesen, dass die linearen MR-Kontrastmittel zu einem Herauslösen des Gadoliniums führen können, die mögliche Ablagerungen der Substanz im Gehirn zur Folge haben können“, berichtet PD Dr. Renz.

Die Arbeitsgruppe um PD Dr. Renz und Prof. Dr. Hans-Joachim Mentzel, Sektionsleiter der Kinderradiologie am UKJ, hat nun zum ersten Mal in einem Vergleich zwischen einem linearen und einem makrozyklischen MR-Kontrastmittel überprüft, ob sich Gadolinium bei Kindern und Jugendlichen im Gehirn ablagern kann.



Die Studienergebnisse zeigen: Während das makrozyklische Kontrastmittel keine Veränderungen im Gehirn verursacht, scheint das linearkettig aufgebaute Kontrastmittel zu solchen Ablagerungen in tiefen Hirnkernen zu führen.

„Dass derartige Ablagerungen Krankheitssymptome verursachen, ist zum jetzigen Zeitpunkt jedoch nicht belegt“, so PD Dr. Renz. Aufgrund ihrer geringeren Stabilität ruht die Zulassung der weniger stabilen linearen MR-Kontrastmittel für die Anwendungen seit ein paar Monaten in Deutschland.

„Ähnlich wie bei erwachsenen Patienten müssen daher auch bei Kindern und Jugendlichen stabile makrozyklische Kontrastmittel eingesetzt werden, um Gadolinium-Ablagerungen zu vermeiden“, resümiert PD Dr. Renz.

„Wir müssen demnach nicht komplett auf die Gabe von MR-Kontrastmitteln verzichten. Es ist jedoch wichtig, das richtige Kontrastmittel einzusetzen und die Indikationen sorgfältig zu prüfen.“

Text: Anne Böttner/UKJ

 

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