Anzeige
Internationale Beziehungen

Jenaer Studierende diskutieren über Ukraine-Krise

Per Live-Schalt diskutierten Studierende der FSU Jena mit russischen und amerikanischen Kommilitonen über die Ukraine-Krise
Per Live-Schalt diskutierten Studierende der FSU Jena mit russischen und amerikanischen Kommilitonen über die Ukraine-Krise Foto: Jan-Peter Kasper/FSU

Im Rahmen des Seminars „National Perspectives on the Ukraine Crisis and Implications for Regional and Global Security“ im Lehrstuhl für Internationale Beziehungen nahmen Studierende der Uni Jena per Videokonferenz Kontakt zu Kommilitonen in den USA und in Russland auf, um mit ihnen über den Ukrainekonflikt zu diskutieren.

Jena. Seit 5. September gilt in der Ukraine offiziell eine Waffenruhe: Vertreter der Regierung in Kiew und der prorussischen Separatisten hatten sich darauf in der weißrussischen Hauptstadt Minsk geeinigt. Dennoch ruhen die Waffen im Lande nicht. Weiterhin gibt es fast täglich Kämpfe. Die Vereinten Nationen berichten von mehreren hundert Toten, die die Gefechte seither gefordert hätten.

 Eine politische Lösung des Konflikts scheint nicht in Sicht. Wie sich die anhaltende Krise langfristig auf die internationale Sicherheit in Europa und der Welt auswirken wird, darüber werden am kommenden Mittwoch (29. Oktober) zehn Studierende der Friedrich-Schiller-Universität Jena mit Kommilitonen und Wissenschaftlern der St. Edward's University (Austin, USA) und der Moskauer Staatlichen Universität (Lomonossow-Universität, Russland) live diskutieren. Möglich macht dies ein Video-Seminar, das von Jenaer Seite aus initiiert und im Multimediazentrum der Universität stattfinden wird.

 Sechs deutsche und vier ukrainische Studierende der Politikwissenschaft werden von Jena aus an dem Seminar mit dem Titel „National Perspectives on the Ukraine Crisis and Implications for Regional and Global Security“ teilnehmen. Während der etwa zweistündigen Debatte wollen sie vor allem die jeweils unterschiedliche nationale Sicht auf den Konflikt in der Ukraine erörtern. „Wir wollen mögliche Ursachen der Krise und Konfliktlösungsansätze diskutieren“, kündigt Dr. André Härtel von der Universität Jena an. Der Ukraine-Experte vom Lehrstuhl für Internationale Beziehungen (Prof. Dr. Rafael Biermann) organisiert das Seminar und wird an der Diskussion selbst von Austin aus teilnehmen.

 „Einen solch direkten Austausch zwischen Studierenden mehrerer Länder zu weltpolitisch hochaktuellen Themen gibt es bislang nur selten“, macht Härtel deutlich. „Insofern wollen wir mit dieser Veranstaltung auch ein Vorbild geben, wie sich Konflikte bewältigen lassen und der allgegenwärtigen Propaganda entgegenwirken.“

Das Video-Seminar ist der Auftakt zu einer langfristigen engeren Zusammenarbeit des Instituts für Politikwissenschaft der Uni Jena mit dem Kozmetsky Center der St. Edward's University. Geplant seien der Austausch von Studierenden und Lehrkräften sowie Forschungskooperationen, so Härtel.

Text: Dr. Ute Schönfelder

Anzeige Anzeige
 
 
Anzeige Anzeige
 
Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Ok