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Stadtrat stimmt zu

In Jena möglich: Mensch und Tier in einem Grab

Auf dem Nordfriedhof in Jena wird in Zukunft möglich sein, mit seinem treuen Hund oder der geliebten Katze beerdigt zu werden.
Auf dem Nordfriedhof in Jena wird in Zukunft möglich sein, mit seinem treuen Hund oder der geliebten Katze beerdigt zu werden. Foto: Michael Baumgarten/Archiv

Erste Kommune in Thüringen: In Jena können sich Mensch und Tier ab sofort gemeinsam beerdigen lassen. Der Jenaer Stadtrat hat am Mittwochabend die Friedhofssatzung geändert.

Jena. Der Jenaer Stadtrat hat in seiner heutigen Sitzung der neuen Friedhofssatzung zugestimmt und damit als erste Kommune in Thüringen die gemeinsame Bestattung von Menschen und Tieren ermöglicht. Ein entsprechender Bereich wird ausgewiesen.

Mensch und Tier in einem Grab

Pro Grabstätte können zwei Urnen mit menschlicher Asche sowie zwei Urnen mit der Asche von Haus- beziehungsweise Heimtieren bestattet werden. Die Tierasche kann bereits zu Lebzeiten des Menschen beigesetzt werden, sofern zuvor ein Vorsorgevertrag für die spätere Beisetzung der Humanasche mit der Friedhofsverwaltung abgeschlossen wird.

“Friedhöfe sind auch immer ein Ausdruck der Gesellschaft. Unsere Stadt hat ein offenes Ohr für die Wünsche und Bedürfnisse der Bürger und kommt diesen gerne nach”, sagt Oberbürgermeister Albrecht Schröter.



QR-Code auf Grabsteinen

Eine weitere Änderung der Friedhofssatzung betrifft die Gestaltung der Grabsteine. Diese dürfen mit Inkrafttreten der Satzung einen QR-Code zeigen. Der verlinkte Inhalt muss der Friedhofssatzung entsprechen. Der Antragsteller trägt hierfür die Verantwortung.

Pflege der Bestattungstradition

Zudem dürfen Angehörige zukünftig zur Pflege der Bestattungstradition die Gräber auf Antrag ausheben und wieder verfüllen sowie den Sarg bis zum Grab tragen und auch absenken. Diese Arbeiten waren bisher den städtischen Mitarbeitern vorbehalten.

Quelle: Stadt Jena

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