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Revanche gegen Indigos

Jenaer Hanfrieds: Gutes Ende im Football-Krimi

Martin Adam (#44) und Stefan Läß stoppen Erfurter Ballträger.
Martin Adam (#44) und Stefan Läß stoppen Erfurter Ballträger. Foto: Erik Mühle

Spannung pur, gute Stimmung und ein glücklicher, aber verdienter Sieger aus Jena – so lässt sich der Football-Sonntag kurz zusammenfassen. Nachdem die Jugend der Hanfrieds in einem kurzweiligen Spiel gegen die Indigos mit 56:00 gewinnen konnte und somit für den dritten Sieg im vierten Spiel sorgte, wollten auch die „großen“ Hanfrieds das Spielfeld als Sieger verlassen. Am Ende gelang mit 13:10 die Revanche für die knappe 3:7-Hinspielniederlage.

Jena. Wie bereits im Vorfeld erwartet, war das Spiel geprägt durch starke Verteidigungsreihen und der Suche nach der spielentscheidenden Lücke.

Die Partie begann für die Hanfrieds vielversprechend. Nach schönen Läufen über Nils Bergmann und Till Garrebeek konnten die ersten 3 Punkte erzielt werden und auch die Verteidigung machte ihre Sache, durch einen eroberten Fumble durch Fernando Rosales, sehr gut. In den nächsten Spielminuten entwickelte sich ein Spiel, bei dem die Angriffsversuche zwar immer wieder für Raumgewinn gut waren, aber eine wirkliche Gefahr für die Endzonen nicht bestand.

Im zweiten Spielabschnitt waren es dann die Gäste aus der Landeshauptstadt, die mit ihrem besten Drive des Tages Punkte auf die Anzeigetafel bringen konnten. Am Ende war es der Quarterback, der die letzten Meter bis in die Endzone zurücklegen konnte. Nachdem die Indigos auch im folgenden Angriffsversuch noch einmal eine gute Feldposition erreichten, erhöhten sie durch einen erfolgreichen Field-Goal-Versuch auf 10:03.

Doch Jenas Angriff wusste noch vor der Pause zu antworten. Ein ausgespielter 4. Versuch und 11 Yard zu gehen, in der Nähe der Mittellinie sorgte für einen neuen „First Down“ und wenige Sekunden vor dem Halbzeitpfiff fing Receiver Jonas Holste seinen ersten Hanfrieds-Touchdown und sorgte für den 10:10-Zwischenstand.

Spielabschnitt zwei war dann geprägt von Spannung und dem Kampf um jeden Zentimeter. Die Hanfrieds begannen mit einem Drive, der nicht nur Raumgewinn einbrachte, sondern auch viel Zeit von der Uhr nahm und letztendlich mit drei weiteren Punkten durch Kicker Mario Görsch belohnt wurde. Eine ähnliche Taktik verfolgte auch das Team aus Erfurt, allerdings mit einem weniger erfolgreichen Ausgang. Jenas Verteidigung stoppte den Gegner weit genug vor der Endzone und erzwang somit einen Field-Goal-Versuch, der links am Tor vorbei segelte.

Jenas Till Garrebeek kaum zu haltenJenas Till Garrebeek kaum zu halten

Mit über 6 Minuten Zeit kam wieder der Angriff der Gastgeber aufs Feld und marschierte erfolgreich bis tief in die Hälfte der Indigos. Innerhalb der 10-Yard-Line setzte man dann auf ein Passpielversuch, doch Erfurts Defense war zur Stelle und sorgte mit einer Interception für noch mehr Spannung im Sportpark Lobeda. Statt einer 6 oder gar 10 Punkteführung mussten Spieler, Coaches und Fans noch einmal zittern.

Erfurts Angriff bewegte den Ball noch einmal bis in die Hälfte der Jenaer und stellte sich für einen Field-Goal-Versuch, der zum Unentschieden geführt hätte, auf. Ob es am Ende ein schlechter Snap, ein missglückter Trickspielzug oder einfach nur gute Defense-Arbeit war, war bereits wenige Sekunden später egal. Wie schon in Magdeburg begrub Defense-End Hendrik Janßen im letzten Play den Quarterback unter sich und beendete alle Hoffnungen der Indigos.

„Es war ein toller Footballtag, das Team hat super gekämpft und am Ende verdient gewonnen. Wir mussten wieder einiges in unseren Spielsystemen ändern, aber es macht Spaß zu sehen, dass jeder Einzelne bereit ist, das Maximum, und das notwendige Quäntchen mehr, zu geben. „Maximum plus X“ war unsere Devise des Tages und diese wurde heute von allen Hanfrieds – egal ob Coaches, Spielern, Staff oder Fans – gelebt“, zeigte sich Headcoach Jörg Hofmann nach dem Spiel zufrieden.

Am kommenden Sonntag fahren die Hanfrieds zum Tabellenschlusslicht nach Erkner. Ab 15.00 Uhr müssen die Hanfrieds dann, weiterhin stark ersatzgeschwächt, gegen sicherlich hochmotivierte Razorbacks bestehen. Bereits am Samstag trifft die Jugend der Hanfrieds in Chemnitz auf den bisher ungeschlagenen Spitzenreiter.

Quelle: Jenaer Hanfrieds

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