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Teststrategie für Kindergärten und Schulen

Stadt Jena kritisiert Bildungsminister für Corona-Politik

Ab dem 1. August will das Land Thüringen die Corona-Tests in Kindergärten und Schulen einstellen - trotzdem will die Stadt Jena weiter testen.
Ab dem 1. August will das Land Thüringen die Corona-Tests in Kindergärten und Schulen einstellen - trotzdem will die Stadt Jena weiter testen. Foto: Tim Reckmann/pixelio.de

Ab dem 1. August stellt das Land Thüringen die Coronatests in Kindergärten und Schulen ein. Die Stadt Jena will trotzdem mit den Tests fortfahren und diese selbst finanzieren.

Jena. Die Stadt Jena kritisiert die Corona-Politik des Landes Thüringen. Das Land will die Testungen auf Corona in Kindergärten und Schulen einstellen, doch der Pandemiestab der Stadt Jena sieht weiterhin großen Bedarf die Kinder und Jugendlichen auf das Coronavirus zu testen.

Das Land Thüringen stellt ab dem 01. August 2021 die Testungen in den Kindertageseinrichtungen und Schulen auf das Coronavirus ein. Damit droht, dass diese Vorsorgemaßnahme nicht mehr finanziert wird.



In der aktuellen Pandemiesituation sieht die Stadt Jena weiterhin einen dringenden Bedarf, die Teststrategie fortzuführen, um die Sicherheit der Kinder, deren Familien und selbstverständlich des Personals in den Einrichtungen bestmöglich zu garantieren.

Aufgrund der Entscheidung des Thüringer Kultusministeriums hat sich der Krisenstab der Stadt Jena dazu entschieden, die Testungen (2 Mal pro Woche) in allen Jenaer Einrichtungen nahtlos fortzusetzen. Die Bestellung und Ausgabe erfolgt wie gewohnt, die Einrichtungsleitungen wurden bereits informiert.

Bürgermeister Christian Gerlitz begründet diesen Schritt: "Es muss weiterhin unser gemeinsames Ziel sein, dass die Kindertageseinrichtungen und die Ferienbetreuung geöffnet bleiben können. Dies gelingt nur mit einer durchgängigen und sicheren Teststrategie. Bildungsminister Helmut Holter fordern wir wiederholt auf, seine Entscheidung zu überdenken und die Tests wieder aufzunehmen."

Finanzdezernent Benjamin Koppe, der zugleich den Jenaer Pandemiestab leitet, ergänzt: "Die Kosten werden von der Stadt Jena übernommen. Gerade angesichts der Reisezeit und der zunehmenden Anzahl von Urlaubsrückkehrern werden die Testungen in den Jenaer Kindergärten einen wichtigen Beitrag zum Infektionsschutz leisten. Der Krisenstab hat eine eindeutige Entscheidung zugunsten einer stabilen und sicheren Kinderbetreuung getroffen."

Für Koppe liegt die Vermutung nahe, das Land würde aufgrund finanzieller Erwägungen das Testangebot in den Einrichtungen zurückfahren und bewusst das Risiko unentdeckter Infektionen in Kauf nehmen.

Quelle: Stadt Jena

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