Anzeige
Herausragende Gründungsdynamik

Jena ist Subzentrum des Digital-Commerce

Immer mehr Kunden kaufen über mobile Endgeräte wie Smartphones und Tablets ein. Eine Herausforderung für die E-Commerce-Branche.
Immer mehr Kunden kaufen über mobile Endgeräte wie Smartphones und Tablets ein. Eine Herausforderung für die E-Commerce-Branche. Foto: Tim Reckmann/pixelio.de

Jena. Mit rund 2.500 Mitarbeitern in 70 Unternehmen gilt die E-Commerce-Branche Jenas als ein Schwerpunkt in der Stadt. Dies bestätigt auch Achim Himmelreich, Vizepräsident des Bundesverbandes Digitale Wirtschaft (BVDW). In einem Interview am Rande einer Tagung des BVDW im Jenaer Zeiss-Planetarium erklärte er die Stadt zu einem wichtigen Standpunkt für die deutsche Digitalwirtschaft: "Was die Jenaer IT-Unternehmen gemessen an der Bevölkerung an Innovationen erarbeiten, ist beachtlich. Mit dieser Innovationsstärke können viele Städte etwa im Ruhrgebiet nicht mithalten. Was rund um den Intershop-Turm gewachsen ist, macht Jena zum Subzentrum des digitalen Commerce."

Auch eine aktuelle Studie bescheinigt Jena eine bundesweit herausragende Gründungsdynamik in der E-Commerce Branche. Gefördert werden soll dieses Potenzial nun mit dem Neubau eines E-Commerce-Campus für rund 11 Millionen Euro. Die Pläne stammen von der in Jena ansässigen Towerbyte e.G. – einem Zusammenschluss von 24 Thüringer Softwareunternehmen. In zentraler Lage sollen Gewerbeflächen für Unternehmen und Neugründungen entstehen. Die grundsätzliche Unterstützung durch das Wirtschaftsministerium wurde durch Thüringens Wirtschaftsstaatssekretär Jochen Staschewski bereits zugesagt. "Der Campus E-Commerce bietet Wachstums- und Beschäftigungsimpulse für eine wichtige Thüringer Zukunftsbranche", so Staschewski.

"Im Wettbewerb der Standorte bekommt Jena damit zusätzlichen Rückenwind." Der Online-Handel ist ein wachsendes Arbeitsfeld, dessen Innovationszyklen sich seit der Erfindung des Smartphones deutlich verkürzt haben. Für Firmen wächst damit der Anspruch, stets auf dem neuesten Stand der Technik zu bleiben. Waren in entsprechenden Online-Shops anzubieten, wird für Unternehmer hingegen immer einfacher.

Hosting-Provider wie 1&1 bieten selbst Einsteigern kostengünstige E-Commerce Lösungen, die sich ohne Programmierkenntnisse mit wenigen Klicks konfigurieren lassen. Doch mit den neuen technischen Möglichkeiten wachsen auch die Ansprüche der Verbraucher. Himmelreich sieht in der Zukunft des E-Commerce eine immer engere Verzahnung der verschiedenen Verkaufskanäle. Kunden bestellen Waren nicht länger nur über den Laptop. Online-Händler stehen daher vor der Herausforderung, ihr Angebot auch über mobile Endgeräte wie Smartphones und Tablets zur Verfügung zu stellen. Zudem wird es zu einer stärkeren Interaktion mit sozialen Profilen kommen. Auch im Filialhandel könnten Verbraucher so mit individuell zugeschnittenen Angeboten über ihre Smartphones angesprochen werden.

Text: Susann Schmidt
Foto: Tim Reckmann/pixelio.de

Anzeige Anzeige
 
 
Anzeige Anzeige
 
Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Ok