EU-Schulprojekttag

Ministerpräsident als Lehrer an Stoy-Schule in Jena

Anlässlich der EU-Schulprojekttage übernahm Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow den Unterricht in Jenas Stoy-Schule.
Anlässlich der EU-Schulprojekttage übernahm Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow den Unterricht in Jenas Stoy-Schule. Foto: Ben Baumgarten (2)

Eine Klasse der Stoy-Schule in Jena hatte am Montag einen ungewöhnlichen Lehrer vor sich: Ministerpräsident Bodo Ramelow gestaltete zwei Unterrichtsstunden.

Jena. Es war eigentlich ein ganz gewöhnlicher Montag an der Karl-Volkmar-Stoy-Schule in Jenas Innenstadt (Staatliches Berufsschulzentrum Wirtschaft und Verwaltung, Europaschule), aber eben nur eigentlich.



Denn kurz vor zehn Uhr fuhr eine große schwarze Limousine begleitet von Blaulicht und Bodyguards vor. Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Die Linke) kam zum Unterricht.

Anlässlich des EU-Schulprojekttages hatte Ramelow zwei Unterrichtsstunden mit Schüler:innen des Beruflichen Gymnasiums abgehalten.



Dabei stand natürlich das Thema Europa im Vordergrund, aber die interessierten Schüler:innen nutzten auch gleich die Gelegenheit des hohen Besuches, um ihre Alltagsfragen beantwortet zu bekommen.

Themen wie das Verhältnis zu Russland, die Frauenquote in der Politik, Enteignung von privaten Wohnungsgesellschaften, der schulische Ausfall in der Corona-Zeit oder die anstehenden Landtagswahlen standen u.a. auf der langen Frageliste.

Ramelow bemühte sich mit der nötigen Ernsthaftigkeit, aber auch mit einer Portion Humor diese zu beantworten. Offen gebliebene Fragen versprach der Landesvater per Mail noch zu beantworten.

Zum Ende der Schulstunden gab es noch ein Klassenfoto mit "ihrem Lehrer" auf dem Schulhof. Foto: Stoy Schule JenaZum Ende der Schulstunden gab es noch ein Klassenfoto mit "ihrem Lehrer" auf dem Schulhof. Foto: Stoy Schule Jena

Auszeichnung für Schulprojekte

Und während der Ministerpräsident im Unterricht saß, zeichnete das Staatliche Schulamt Ostthüringen eine Etage höher gleich zwei Projektergebnisse der Stoy-Schule im Rahmen des Wettbewerbs „Demokratie gestalten, aber wie?“ aus.

Die Klasse der BFS 20-1 hatte sich mit dem Thema „Wasser – ein hart umkämpftes Menschenrecht“ beschäftigt und eine Multimediapräsentation erarbeitet. Die Parallelklasse nahm den Wohnungsmarkt in Jena unter die Lupe und druckte dazu eine Broschüre.

v.r.n.l. Sybill Hecht (Koordinatorin für kulturelle und politische Bildung), Darina Isserlis (Koordinatorin für Demokratie und Bildung), beide vom Staatlichen Schulamt Ostthüringen und die Projektleiterinnen Uta Seibold-Pfeiffer sowie Christina Weise von der Stoy-Schule.v.r.n.l. Sybill Hecht (Koordinatorin für kulturelle und politische Bildung), Darina Isserlis (Koordinatorin für Demokratie und Bildung), beide vom Staatlichen Schulamt Ostthüringen und die Projektleiterinnen Uta Seibold-Pfeiffer sowie Christina Weise von der Stoy-Schule.

Leider konnten die beteiligten Schüler:innen nicht an der Auszeichnung teilnehmen, da für sie gerade ihr vierwöchiges Betriebspraktikum begonnen hat.

Text: Ben Baumgarten

 

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