Hotline geschaltet

Häusliche Gewalt: Beratung für Täter in Jena

Übernimm Verantwortung für Deine Gewalt!
Übernimm Verantwortung für Deine Gewalt! Foto: BSH Thüringen e.V.

Häusliche Gewalt: Die Bewährungs- und Straffälligenhilfe Thüringen hat in Jena für Täter eine Telefon- und Online-Beratung eingerichtet.

Jena. Die Fachkräfte vom Projekt „Gewaltzentrierte Beratung zur Vermeidung weiterer Gewalt“ Jena (BSH Thüringen e.V.) bieten ab sofort als Beratungs- und Interventionseinrichtung für Menschen in drohenden Krisensituationen Häuslicher Gewalt zusätzlich Möglichkeiten zur Telefon- und Onlineberatung an.

Hotline geschaltet

Die Mitarbeitenden sind Montag bis Freitag über die Telefonnummer 0176-43391488 zu erreichen. Die Online-Beratung erfolgt über die E-Mail Adresse gewaltvermeidung@straffaelligenhilfe-thueringen.de.

Werktags wird eine Beantwortung eingegangener Mails innerhalb von 24 h zugesichert.

Die Ausgangs- bzw. Kontaktbeschränkungen und das damit „verordnete“ enge häusliche Zusammensein im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie bringt eine ganze Reihe an Risikofaktoren bezüglich Häuslicher Gewalt in Partnerschaften und Familien mit sich.



Die angespannte unklare Situation, fehlende Perspektiven, finanzielle Unsicherheit sowie Ängste verschiedener Art, aber auch die Mehrfachbelastung im Home-Office mit gleichzeitiger Kinderbetreuung, Einschränkungen von sozialen Kontakten und fehlenden Freizeitmöglichkeiten können zu einem gesteigerten Aggressionspotential führen.

Die Täterberatungsstelle hilft mit dem Telefon- und Online-Beratungsangebot im Umgang mit dieser Ausnahmesituation. Häufig entlasten Gespräche mit unbeteiligten Dritten bereits erheblich. Es können jedoch auch neue Konfliktlösestrategien im Rahmen der Beratung erarbeitet werden.

Beratungsstelle für Publikum geschlossen

Die Beratungsstelle in Jena ist für den Publikumsverkehr geschlossen, Gruppentrainingsmaßnahmen finden nicht statt. Die fachliche Hilfe und Unterstützung steht jedoch gerade in dieser angespannten Situation zur Verfügung.

Sämtliche Kontaktmöglichkeiten sind auch auf der Webseite des Trägers zu finden (www.straffaelligenhilfe-thueringen.de). Somit werden auch die bereits laufenden Beratungen telefonisch weitergeführt, Beratungsprozesse bleiben bestehen.

Die Mitarbeitenden der Täterberatungsstelle wollen helfen die Risiken der Pandemie zu minimieren und stellen sich dieser Herausforderung.

Sind Sie betroffen von häuslicher Gewalt? Dann wenden Sie sich an das Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen 08000116016 oder lassen Sie sich online auf der Seite www.hilfetelefon.de beraten.

Text: Franziska Gebauer/BSH Jena

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