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Hamburg zu Gast in Jena

Jenas Korbjäger haben die Wahl: Bratwurst oder Fischbrötchen?

Wayne Bernard - Jenas Top-Scorer im Thüringen-Derby
Wayne Bernard - Jenas Top-Scorer im Thüringen-Derby Foto: Michael Baumgarten

Es ist das letzte Heimspiel im Jahr 2014 und bildet dennoch zugleich eine Premiere in der Jenaer Basketball-Geschichte. Wenn das Team von Trainer Björn Harmsen am Sonntag ab 16.30 Uhr in der Sparkassen-Arena auf die Hamburg Towers trifft, gastiert zum ersten Mal ein Verein aus der Hansestadt an der Saale.

Jena. Die Gäste aus der Elbmetropole reisen als sogenanntes „Wildcard-Team“ nach Thüringen, gastieren als direkter Konkurrent um einen der ersten acht Playoff-Plätze in Jena-Burgau. Ein „Wildcard-Team“? Dies bedeutet, dass sich der von den beiden deutschen Ex-Nationalspielern Pascal Roller und Marvin Willoughby gegründete und angeführte Verein in die 2. Basketball-Bundesliga gegen eine Gebühr in die Liga einkaufen konnte. Trotz fehlender sportlicher Qualifikation, dennoch aufgrund des unbestreitbaren Siegels als hochattraktiver Gegner einer immer stärker werdenden ProA. So erhielt der Alster-Club von den Teilnehmern der Liga für den Spielbetrieb grünes Licht, schlägt sich im bisherigen Saisonverlauf durchaus achtbar. Momentan rangierenden die Hamburger auf dem 6. Platz im 16er Feld.

Science City Jena hingegen muss nach der im prestigeträchtigen Thüringen-Derby erlittenen 80:88-Heimniederlage gegen Gotha zunächst mit Rang 10 Vorlieb nehmen. Das soll sich gegen die Towers aus Hamburg natürlich zeitnah ändern. Schließlich liegt das erklärte Jenaer Saisonziel „das Erreichen eines Playoff-Platzes“ durchaus in Reichweite und nur zwei Punkte im breiten Tabellenmittelfeld der 2. Basketball-Bundesliga entfernt. Zudem wollen sich die Spieler um „Jenas Trainer des Jahres“ Björn Harmsen natürlich nur allzu gern mit einem Erfolgserlebnis von ihren Heimfans verabschieden, bevor am 21.12.2014 der letzte Auftritt in Essen sowie die anschließende kurze Weihnachtspause bevorsteht.

Jenas Trainer Björn Harmsen möchte sich mit einem Heimsieg bei den Fans für dieses Jahr verabschieden.Jenas Trainer Björn Harmsen möchte sich mit einem Heimsieg bei den Fans für dieses Jahr verabschieden.„Hamburg verfügt über ein sehr athletische und schnelle Mannschaft, die zudem sehr physisch spielt. Sie leisten sich die meisten Ballverluste in der Liga, haben zwei, drei sehr gute Außenspieler, die das Spiel der Gäste tragen. Die beiden sicher herauszuhebenden Akteure sind mit Will Barnes und Michael Wenzl zwei in der ProA nicht unbekannte Gesichter. Barnes war zweibester Korbschütze der letzten Saison, hinter Garrett Sim und Wenzl, der letztes Jahr in der BBL unter Vetrag stand, konnte bereits in Göttingen Erfahrungen sammeln. Trotz des mittelfristigen Ziels in die erste Liga aufzusteigen, dürften die Towers bereits in dieser Saison bei der Vergabe der Playoff-Plätze eine entscheidende Rolle spielen“, so Jenas Trainer Björn Harmsen. „Natürlich wollen wir uns mit einem Heimsieg aus dem Heimspieljahr 2014 verabschieden. Mit Blick auf die Liga und unsere Ergebnisse der letzten Wochen wird das noch einmal ein richtig harter Kampf“.

Während das Team der Hansestädter unter Leitung von Trainer Hamed Attarbashi durch bereits in Deutschland etablierte Gesichter angeführt wird, überzeugten die Towers mehr als einmal durch homogenes Auftreten aller Spieler. Achtungserfolge in Gießen, in Kirchheim, in Heidelberg sowie der zuletzt errungene Heimsieg gegen Chemnitz dürften die Schwere der heutigen Aufgabe schnell verdeutlichen. Mit bereits vier Siegen auf fremden Parkett konnten die Hamburger zudem ihre beachtliche Auswärtsstärke eindrucksvoll untermauern. Bereits in der 2.Liga bekannte Spieler wie Will Barnes, Vincent Kittmann (beide Paderborn), Michael Wenzl (Göttingen, zuletzt Quakenbrück) Benjamin Fumey (Hannover) oder Robert Ferguson (Kalrsruhe) absolvierten etliche Jahre im Unterbau der BBL und werden sich bei ihrem ersten Gastspiel in Jena ganz sicher nicht kampflos geschlagen geben.

Aus Sicht von Science City Jena bleibt zu hoffen, dass die schwarze Serie der letzten Wochen überwunden wird. Unmittelbar vor dem Jahreswechsel wäre ein Heimsieg genau das richtige Ausrufezeichen für einen Neustart im Januar 2015. Da das Duell Bratwurst gegen Fischbrötchen letztmalig die Gelegenheit bietet, um sich von den Nicht-Auswärtsfahrern zu verabschieden, wünschen wir an dieser Stelle allen Fans vorab besinnliche und erholsame Weihnachtsfeiertage sowie einen guten Start ins neue Jahr!

Text: Tom Prager
Fotos: Michael Baumgarten

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