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0:4-Heimniederlage

Abstieg besiegelt! Jena verliert gegen Freiburg

Der FF USV Jena hatte gegen den SC Freiburg keine Chance und verlor sein letztes Heimspiel deutlich mit 0:4.
Der FF USV Jena hatte gegen den SC Freiburg keine Chance und verlor sein letztes Heimspiel deutlich mit 0:4. Foto: Jürgen Scheere/FF USV Jena

Der FF USV Jena ist schon nach dem vorletzten Spieltag rechnerisch aus der Allianz Frauen-Bundesliga abgestiegen. Eine 0:4-Heimniederlage gegen den SC Freiburg besiegelte den Gang in die 2. Liga.

Jena. Nach einer deutlichen 0:4-Heimniederlage müssen die Frauenfußballerinnen des FF USV Jena ihre letzte Hoffnung auf den Klassenerhalt begraben, weil Bremen 2:0 in Köln gewann und uneinholbar vier Punkte weg ist vor dem letzten Spieltag. Dabei begann das Spiel für Jena verheißungsvoll.

Nach Lisa Seilers Solo und Rückpass von der Grundlinie blieb der erste Schuss hängen, den Nachschuss nagelte Karoline Heinze an die Latte (3.). Den USV-Mädels merkte man an, dass sie mit einem Erfolg den letzten Funken der Hoffnung am Glimmen halten wollten. Doch zum Latten-Pech kam noch kein Glück hinzu, Freiburg ging durch ein unglückliches Eigentor von Lisa Seiler in Führung (18.).

Der SC gewann danach etwas Oberwasser, aber Jena blieb torgefährlicher als in den letzten Heimspielen. Ein schönes Solo schloss Tiffany Cameron mit einem strammen Schuss ab, den Keeperin Maria Korenciova abwehrte (27.). Grafs 22-Meter Flachschuss stellte die Torhüterin vor keine großen Probleme (30.). Dieselbe Spielerin nutzte Verwirrung im SC-Strafraum zum Schuss aus Nahdistanz, der aber auch knapp vorbei strich.

Nationalspielerin Lena Petermann verpasste noch das zweite Tor (45.). Dies fiel in der Nachspielzeit, die aufgrund der schweren Verletzung von Kim Fellhauer (35.) etwas länger dauerte. Carolin Simon war die Torschützin (45.+3.). Karoline Heinze hatte gar noch die Chance zum Anschlusstreffer (45.+4.).

Auch nach dem Wechsel war zunächst die Heimelf noch voller Elan und Tordrang. Aber auch Annalena Breitenbach (47.) und Lisa Seiler nach Sololauf mit Torabschluss (49.) blieb ein Treffer verwehrt. Stattdessen brachte Klara Bühl nach Pressschlag mit Erin McLeod ihr Team 3:0 nach vorn (57.). Janina Minge traf noch den Pfosten (67.).



Jena bemühte sich weiterhin, aber es fehlte die Passgenauigkeit und nun wohl auch der letzte Glaube an eine Wende. USV-Keeperin McLeod konnte sich noch ein paarmal auszeichnen, wie gegen Rebecca Knaak (69.) und Carolin Simon (76.). Gegen den Lupfer von Lena Petermann zum 0:4-Endstand hatte sie keine Chance (80.).

Das Hauptmanko der Saison zeigte sich auch diesmal wieder, wie auch USV-Trainerin Katja Greulich nach dem Spiel resümierte: „Keine Tore heute, das war wieder ein Sinnbild für die Saison.“ Da Bremen in Köln 2:0 gewann und nun auf dem Nichtabstiegsplatz (10.) vier Punkte vor Jena (11. Platz) liegt, ist der Abstieg für den FF USV nach zehn Erstliga-Jahren nun besiegelt. Für den SC Freiburg ist trotz des Sieges Platz Zwei und damit die ChampionsLeague-Qualifikation nicht mehr realistisch, weil Bayern 2:1 gegen Wolfsburg gewann.

Katja Greulich stand nach dem Spiel minutenlang allein an der Seitenlinie der Gegengeraden, zum Trösten kam zuerst der langjährige treue „Haus und Hof“-Fotograf des FF USV, Lothar Weisner. Die zweite Mannschaft des FF USV verlor zeitgleich ihr Relegations-Heimspiel um den Verbleib in der zweiten Bundesliga gegen Weinberg ebenfalls 0:4. Aber mit dem Abstieg der ersten steht deren Abstieg in die Regionalliga nunmehr sowieso ebenfalls fest.

Trainerstimmen:

Jens Scheuer (SCF): „Ich bin ein kleines bisschen bei euch, wir sind immer gern hier hergekommen. Aber sorry, für uns stand aber auch noch etwas auf dem Spiel um Platz Zwei. Der Spielverlauf zieht sich bei euch durch die Saison, ihr spielt meist gut, trefft aber das Tor nicht. Und wir gehen glücklich durch ein Eigentor in Führung. Fußball ist nicht immer gerecht. Für uns auch nicht, als ich gestern 23:30 Uhr Alexandra Popp noch live im Fernsehen im Mainzer ZDF-Sportstudio sah, sagt das alles über die Spielvorbereitung des VfL Wolfsburg auf das Spiel in München.“

Katja Greulich (USV): „Wir haben es nicht am Ende vermasselt, sondern in der ersten Halbserie. Dann kommt mal der Tag, wo man der Wahrheit ins Gesicht schauen muss. Ich bedanke mich bei allen treuen Fans und Unterstützern, die an uns geglaubt und uns unterstützt haben.“

Jena: McLeod; Woeller, Breitenbach, Utes, Cameron, Sedlackova, Heinze, Graf, Seiler, Schmidt, Herrmann

Freiburg: Korenciova; Fellhauer (ab 37. Starke), Knaak, Kayikci, Lahr (ab 62. Karl), Bühl, Petermann, Hegenauer (ab 60. Minge), Schöne, Simon, Schiewe

Tore: 0:1 Seiler (18./Eigentor), 0:2 Simon (45.+3.), 0:3 Bühl (57.), 0:4 Petermann (80.)

Zuschauer: 364

Text: Steffen Langbein

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