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Jena – Frankfurt 1:2 (0:0)

FF USV Jena: Bittere Niederlage in letzter Minute

Kopfballduell zwischen Czeniffer Marozsan (10/FF) und Christina Julien (11/USV).
Kopfballduell zwischen Czeniffer Marozsan (10/FF) und Christina Julien (11/USV). Foto: Holger Peterlein

Der FF USV hat in der Frauenfußball-Bundesliga eine bittere Niederlage in letzter Minute kassiert. Jena verliert gegen den 1. FFC Frankfurt mit 1:2.

Jena. Auch, wenn vor dem Spiel nur zwei Punkte zwischen den Kontrahenten lag, die Favoritenrolle hatten eindeutig die Gäste zu tragen. Davon war vor allem in der ersten Hälfte aber nicht viel zu sehen. Das Spiel gestaltete sich ausgeglichen, Jena spielte ordentlich mit, Frankfurt wirkte ideenlos. Chancen gab es auf beiden Seiten kaum. Jena kam durch Ivana Rudelic zum Schuss (15.). Frankfurt hatte kurz vor der Pause seine besten Tormöglichkeiten. Nach einem Fehlpass aus der Jenaer Abwehr nutzte dies Kerstin Garefrekes zur Flanke, an der NationalsZweikampf: Ria Percival (2/USV) und Svenja Huth (15/FF).Zweikampf: Ria Percival (2/USV) und Svenja Huth (15/FF).pielerin Celia Sasic nur knapp vorbei rutschte (42.). Wenig später war USV-Keeperin Stenia Michel gegen Garefrekes zur Stelle (45.).

Nach der Pause erhöhte Frankfurt das Tempo und hatte durch Sasic auch gleich eine dicke Chance (50.). Frei vor dem Jenaer Tor konnte sie Michel nicht überwinden (50.). Nach einem Foul von Sasic musste USV-Spielführerin Susann Utes verletzt vom Feld. Es ergaben sich kurzzeitig etwas mehr Räume im Mittelfeld. Dies nutzte Dzsenifer Marozsan zum Fernschuss aus etwa 25 Metern zum 1:0 für die Gäste (64.). Jena zeigte sich aber unbeeindruckt und kam verdient zum Ausgleich (78.). Iva Landeka schloss nach einem tollen Steilpass von Julia Arnold kurz und trocken aus Nahdistanz ab.

Als das Spiel dann praktisch schon vorbei war, bekamen die Gäste nach einem Foul noch einen Elfmeter zugesprochen. Die Situation war etwas unübersichtlich, da die Linienrichter auch die Fahne oben hatte (wegen Abseits oder nicht, das wissen nur die Beteiligten). Die Tatsachenentscheidung stand fest und wurde durch Nationalstürmerin Sasic zum glücklichen Gäste-Sieg genutzt (90. +3.).

Trainerstimmen:

Colin Bell (Frankfurt): „Jena hat das in der ersten Hälfte gut gemacht. Nach der Pause haben wir das Spiel bestimmt. Zum Schluss wollten wir nach dem Ausgleich noch die Entscheidung. Klares Foul im Strafraum, das muss man pfeifen. Verständlich auch, dass die Emotionen hochkochen, ich hätte mich auf der anderen Seite auch aufgeregt.“

Daniel Kraus (Jena): „In der ersten Halbzeit haben wir guten Fußball gespielt, nur den Abschluss vermissen lassen. Das 1:1 wäre gerecht gewesen. Ich habe die Elfmetersituation anders gesehen. Uns hat die Linienrichterin erklärt, dass sie Foul angezeigt hat.“

Jena: Michel – Keller (88. Hausicke), Hartmann, Schiewe, Percival – Arnold, Utes (59. Erceg) – Rudelic (75. Brosius), Hearn, Landeka – Julien.
Frankfurt: Schumann – Crnogorcevic, Kuznik, Laudehr, Huth – Fishlock – Marozsán, Boquete (88. Schmidt) – Garefrekes, Sasic, Islacker (83. Ando/90. Hendrich).

Tore: 0:1 Marozsán (64.), 1:1 Landeka (78.), 1:2 Sasic (90. +3./Foulelfmeter)

Zuschauer: 457
Schiedsrichterin: Daniela Illing (Limbach)
Gelbe Karten: Landeka, Julien, Brosius – Laudehr, Sasic

Text: Steffen Langbein
Fotos: Holger Peterlein

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