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0:3 gegen Hoffenheim

FF USV Jena: Nächste Klatsche abgeholt

Die Jenaerin Annika Graser (links) gegen die Hoffenheimerin Stephanie Breitner im Bundesliga-Spiel FF USV Jena gegen TSG Hoffenheim im Ernst-Abbe-Sportfeld.
Die Jenaerin Annika Graser (links) gegen die Hoffenheimerin Stephanie Breitner im Bundesliga-Spiel FF USV Jena gegen TSG Hoffenheim im Ernst-Abbe-Sportfeld. Foto: Jürgen Scheere

Trübes Wetter und trübe Stimmung beim USV, der vor der Saison-Minuskulisse auch gegen Hoffenheim die nächste Heimniederlage kassierte. Diesmal nahm Hoffenheim aus dem Jenaer Paradies drei Punkte mit.

Jena. Die Gäste waren von Beginn an Spiel bestimmend, hatten nach zehn Minuten schon vier Ecken. Und kreierten auch die ersten Chancen durch Sharon Beck, mit geblocktem Nahdistanz-Schuss (11.), 20-Meter-Fernschuss drüber (15.) und Flachschuss, von Justien Odeurs gehalten (16.).

Jena konnte sich zwar in den folgenden Minuten etwas befreien, kassierte dann aber trotzdem das 0:1. Nicole Billa nahm an der Torraumlinie in Mittelstürmerposition den Ball an, befreite sich mit zwei Haken von der USV-Abwehr und vollendete flach (28.).

Die Jenaerin Amy Pietrangelo (Mitte) gegen die Hoffenheimerinnen Temar Dongus (links) und Isabella Hartig. Die Jenaerin Amy Pietrangelo (Mitte) gegen die Hoffenheimerinnen Temar Dongus (links) und Isabella Hartig.

Zum ersten Mal etwas torgefährlich wurde die Heimelf, als Catherine Bott nach Sturmlauf über die rechte Außenbahn ans Außennetz schoss (38.). Ein paar Minuten später klingelte es schon wieder im USV-Tor. Nach Freistoßentscheidung für Hoffenheim kombinierte sich die TSG schnell vor das Tor und wiederum Billa traf, aus abseitsverdächtiger Position (40.), aber völlig verdient zur Gäste-Pausenführung. Daran änderte auch der Fernschuss von Annika Graser nichts, der knapp am Tor vorbeistrich (43.).

Nach der Pause fand Jena etwas besser ins Match, wie auch beide Trainer nach dem Spiel analysierten. Luca Graf setzte mit dem ersten Torschuss gleich das Signal (47.). Jena war in dieser Phase zwar mal etwas feldüberlegen, aber der richtige Zug zum Tor fehlte weiterhin. Mit dem dritten Gästetor durch die eingewechselte Emily Evels (65.) nach schöner Kombination war das Spiel endgültig entschieden.



Auch die FF USV-Bemühungen in der Schlussphase, zumindest das Ehrentor zu erzielen, brachten keinen Erfolg, zumal „wir den möglichen Elfmeter nicht bekommen haben“, wie Trainerin Katja Greulich sage. Im Gegenteil, Hoffenheims Tabea Waßmuth verpasste knapp das vierte Tor.

So konnten am Ende ein paar Hoffenheim-Fans jubeln, weil sich ihre Mädels mit dem klaren Sieg und nunmehr 12 Punkten von den Abstiegsrängen weiter absetzte. Jena bleibt bei dem einen Pünktchen nach acht Saisonspielen, muss nun nach Sand und Freiburg sowie im Pokal nach Saarbrücken, bevor am dritten Advent (17. Dezember) noch das Kellerduell gegen Duisburg ansteht, falls das Wetter mitspielt.

Trainerstimmen:

Jürgen Ehrmann (TSG): „Jena stand mit dem Rücken zur Wand, wir wussten, dass wir uns mit einem Sieg von der Abstiegszone absetzen konnten- Wir haben auch gut ins Spiel gefunden, leider die ersten Chancen ausgelassen. Wir haben verdient zur Halbzeit in Führung gelegen. Nach der Pause kam Jena besser ins Match. Mitte der zweiten Hälfte haben wir aber wieder besseren Zugriff auf das Spiel gefunden und mit dem 3:0 das Spiel entschieden.“

Katja Greulich (USV): „Ich kann das Statement vom Gästetrainer komplett bestätigen. Wir sind ganz schwer ins Spiel gekommen, haben durch die vielen Niederlagen kein Selbstvertrauen. In der Kabine haben wir klare Worte gefunden, haben umgestellt und sind dann auch besser ins Spiel gekommen. Trotz der Niederlagen geben wir uns nicht auf.“

Jena: Odeurs; Bott (ab 75. King), Heinze, Tellenbröker, Utes, Seiler (ab 46. Riedel), Graf, Zigic (ab 46. Sedlackova), Pietrangelo, Graser, Woeller

Hoffenheim:
Abt; Rall, Breitner, Hartig (ab 76. Waßmuth), T. Dongus, Harsch, Steinert, Pankratz (ab 81. Linder), Billa, Beck, F. Dongus (ab 59. Evels)

Tor: 0:1, 0:2 Billa (28., 40.), 0:3 Evels (65.)

Zuschauer:
213

Text: Steffen Langbein
Foto: Jürgen Scheere

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