Anzeige
Euronics_1111
Nach kämpferischer Leistung

FF USV Jena unterliegt knapp gegen Wolfsburg

Jenas Torschützin Lucie Vonkova (Mitte) gegen die Wolfsburgerin Nilla Fischer im Bundesliga-Spiel FF USV Jena gegen VfL Wolfsburg.
Jenas Torschützin Lucie Vonkova (Mitte) gegen die Wolfsburgerin Nilla Fischer im Bundesliga-Spiel FF USV Jena gegen VfL Wolfsburg. Foto: Jürgen Scheere

Der VfL Wolfsburg wird seiner Favoritenrolle in Jena gerecht und besiegt den FF USV vor 563 Zuschauern im Nachholespiel der Allianz-Frauen-Bundesliga mit 2:1.

Jena. Wolfsburg begann sofort offensiv und setzte Jenas Abwehr unter Druck. Die ersten Schüsse von Harder (2.), Wullaert (3.) und Dickenmann (6.) gingen knapp am Tor vorbei. Danach schaffte es die dicht gestaffelte USV-Abwehr aber eine ganze Weile, die Wölfinnen zumindest von der torgefährlichen Zone fernzuhalten. Nach vorn ging bei den USV-Mädels allerdings wenig. Durch das frühe VfL-Pressing kamen die Bälle kaum mal über die Mittellinie.

Jubel bei den Frauen des FF USV Jena über die 1:0 Führung gegen den VfL Wolfsburg. Foto: Holger PeterleinJubel bei den Frauen des FF USV Jena über die 1:0 Führung gegen den VfL Wolfsburg. Foto: Holger PeterleinNationaltorhüterin Almuth Schult wurde nur durch Rückpässe etwas warm gehalten. Auf der Gegenseite parierte Kathrin Längert einen strammen Fernschuss von Lara Dickenmann (34.) und hatte etwas Glück bei Ewa Pajors Ball an den Außenpfosten (45.). Immerhin ging es gegen den Champions-League-Teilnehmer torlos in die Pause.

Und es wurde kurzzeitig sogar noch besser für den Underdog. Nachdem zunächst Längert den Kopfball von Anja Mittag aus dem Winkel kratzte (46.) zappelte der Ball plötzlich auf der anderen Seite im Netz. Lucie Vonkova hatte getroffen (47.), „der erste Schuss auf unser Tor ging ins Tor“, konstatierte VfL-Trainer Kellermann. Ein paar Minuten später klärte Schult im Herauslaufen vor ihrem Strafraum gegen Vonkova (54.).

Zwei Standards brachten den VfL dann aber auf die Siegerstraße. Die schwedische Nationalspielerin Nilla Fischer köpfte erst einen Wullaert-Freistoß (60.) und dann eine Harder-Ecke (65.) ins Tor und das Spiel war gedreht. Wolfsburg hatte noch Chancen, um den Sieg höher zu gestalten, traf aber nicht mehr. In der Schlussphase verstärkte Jena noch mal die Offensivbemühungen, aber ohne das VfL-Tor ernsthaft in Gefahr zu bringen.

Mit diesem Spiel ist die Hinrunde beendet: Wolfsburg nun auf Rang Zwei hinter Potsdam, Jena einen Platz vor den beiden Abstiegsrängen, punktgleich (6 Punkte) mit dem Vorletzten Leverkusen. Die Bayer-Elf kommt zum nächsten FF USV-Heimspiel am kommenden Sonntag (19.2. - 14:00 Uhr) ins Ernst-Abbe-Sportfeld.

Jena: Längert; van den Heiligenberg, Utes, Woeller, Heinze (ab 83. Herrmann), Jacome Silva, Hausicke, Arnold, Hearn, Rudelic (ab 75. Seiler), Vonkova

Wolfsburg: Schult; Kerschowski, Fischer, Peter, Dickenmann, Bussaglia ,Harder, Popp, Wullaert (ab 87. Blässe),  Jakabfi (ab 32. Pajor), Mittag (ab 77. Gunnarsdottir)

Tore: 0:1 Vonkova (47.), 1:1 Fischer (60.), 1:2 Fischer (65.)

Gelbe Karten: Utes, Rudelic, Heinze

Text: Steffen Langbein

Anzeige Anzeige
 
 
Anzeige Anzeige