Start in Zweitligasaison

Trotz Hattrick: Jena nur 3:3 in Bocholt

In Aktion die dreifache Torschützin Christin Meyer.
In Aktion die dreifache Torschützin Christin Meyer.
Foto: Hannes Seifert/FC Carl Zeiss Jena
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Mit einem 3:3-Unentschieden beim Aufsteiger Borussia Bocholt starteten die Frauen des FC Carl Zeiss Jena in die Zweitligaspielzeit 2020/2021.

Bocholt/Jena. Die Gäste aus dem Paradies waren es, die in den ersten Minuten den Ton angaben und mit schnellen Angriffen auf das von Ex-Jenaerin Vanessa Fischer gehütete Tor für Gefahr sorgten.

Doch Bocholt hielt gut dagegen und ging nach neun Minuten in Führung: nach einem Angriff über die rechte Seite stieg Franziska Wenzel am höchsten und köpfte den Ball an Inga Schuldt vorbei ins Netz – 1:0.



Nur kurz darauf hätte es sogar 2:0 stehen können: Ein Freistoß aus dem Halbfeld wurde mit dem Kopf an die Latte verlängert (11.). Doch es war der FCC, der in der Folge seine Chancen effektiv zu nutzen wusste: innerhalb von sieben Minuten drehte Jena durch einen Hattrick von Christin Meyer den Spielstand auf 1:3 (19., 21., 26.).

Lupenreiner Hattrick

Ihren ersten Treffer erzielte sie per Einzelaktion über die rechte Seite, gegen ihren kraftvollen, zentralen Abschluss hatte Fischer im Tor keine Chance. Zwei Minuten später wurde sie von Josefine Schlichting mustergültig bedient, die sich auf der linken Außenbahn durchsetzen konnte. Den Dreierpack vollendete die deutsche U-Nationalspielerin aus zentraler Position.



In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit erzielte Bocholt nach einem Freistoß aus rund 25 Metern das 2:3, erneut durch Franziska Wenzel – der Pausenstand in einer torreichen Begegnung und Bocholts Motivation für Durchgang zwei.

Bocholt dominiert die zweite Halbzeit

„Vor der Pause haben wir es ganz gut gemacht, im zweiten Durchgang agierten wir zu hektisch“, so Anne Pochert. „Bocholt hat uns hoch angegriffen, da wurden wir unsicher und haben die Bälle zu schnell hergeschenkt.“

Mit nur einem Tor Rückstand witterte die Borussia ihre Chance auf Punkte und erspielte sich eine Reihe von Eckbällen. Aus einem solchen fiel schließlich nach 73. Minuten der Ausgleich – Ines Ridder brachte den Ball im Zentrum über die Linie.



In der restlichen Viertelstunde drängten die Gastgeberinnen nun auf die Führung und zwangen FCC-Torfrau Inga Schuldt des Öfteren zum Eingreifen. Ihre Gegenüber Vanessa Fischer bekam derweil nicht viel zu tun, denn offensiv gelang den Gästen kaum mehr ein erfolgreich beendeter Angriff.

In die eigene Hälfte gedrückt, brachten Befreiungsschläge durch lange Bälle nur wenig Entlastung. „Wir waren zu nervös und haben es Bocholt zu leicht gemacht“, so Pochert über den zweiten Durchgang.

Für die Jenaerinnen steht nun am kommenden Sonntag um 11 Uhr gegen den SV Berghofen das erste Heimspiel an, „Wir werden unsere Punkte holen, am besten gleich nächste Woche“, so Pochert.

Text: Hannes Seifert


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